Kennen Sie Zaras schmutziges Geheimnis? / Greenpeace: Die Modemarke Zara produziert mit gefährlicher Textilchemie
ID: 769153
Greenpeace-Aktivisten heute die Textilherstellung der Modekette Zara.
Das Motiv zeigt ein weibliches Model und ein Kindermodel in
Zara-Kleidung, die in giftigem Abwasser stehen. "Kennen Sie Zaras
schmutziges Geheimnis?" lautet die Frage auf dem zwölf mal sieben
Meter großen Transparent, das Aktivisten an der Fassade einer
Zara-Filiale in der Hamburger Innenstadt befestigt haben. Kleidung
von Zara für Damen und Kinder weist im aktuellen Textilien-Test von
Greenpeace hormonell wirksame und krebserregende Chemikalien auf.
"Zara produziert mit Schadstoffen, die überall auf der Welt Umwelt
und menschliche Gesundheit belasten", sagt Manfred Santen,
Chemie-Experte von Greenpeace. "Die Marke muss schleunigst
entgiften." Weltweit fordern Greenpeace-Aktivisten diese Woche Zara
zu einer sauberen Textilherstellung auf.
Zehn Kleidungsstücke von Zara hat Greenpeace für den Test "Giftige
Garne" unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 141 Textilien der 20
führenden Modehäuser auf umwelt- und gesundheitsschädliche
Chemikalien untersucht. Eine Zara-Kinderjacke aus China enthielt eine
hohe Konzentration von Nonylphenolethoxylaten (NPE), die im Abwasser
zu giftigen Nonylphenolen umgewandelt werden. Auch in weiteren
Zara-Textilien, wie einem Cocktailkleid für Damen aus Indien,
Kinderhosen aus Bangladesch und einem Mantel für Kinder aus Vietnam,
wurden NPE gefunden. Zudem waren Zara-Produkte die einzigen im Test,
die krebserregende Amine aufwiesen: Sie stammen aus Azofarbstoffen in
Kinderjeans, die in Pakistan gefertigt wurden.
Zara: Der Fast-Fashion-Gigant verteilt Schadstoffe rund um die
Welt
Designermode schnell kopiert und zum Spottpreis verkauft - so
lautet das Erfolgsrezept von Zara. Die größte globale
Fast-Fashion-Marke präsentiert mittlerweile sechs bis acht neue
Kollektionen im Jahr. 850 Millionen Kleidungsstücke liefert die
spanische Inditex-Gruppe, zu der Zara gehört, jährlich in 5900
Filialen in 85 Länder. Die Massen-Produktion von
Fast-Fashion-Textilien vergiftet Gewässer in den Herstellungsländern.
Schadstoffe reichern sich in Trinkwasser und Nahrung an und können so
auch in den menschlichen Organismus gelangen. Durch die
Haushaltswäsche werden Chemikalien aus Importtextilien auch in
deutsche Flüsse freigesetzt.
Mit der Kampagne Detox fordert Greenpeace Textilhersteller auf,
Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.
Bisher produziert kein internationales Bekleidungsunternehmen ohne
den Einsatz von gesundheits- und umweltschädlicher Textilchemie. Um
Verbrauchern den Einkauf weitestgehend giftfreier Mode zu
erleichtern, hat Greenpeace gestern einen neuen Ratgeber zu
Textil-Labeln veröffentlicht. Die Broschüre kann kostenfrei unter
040-30618 120 bestellt werden.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Manfred Santen (vor Ort),
Tel. 0151-1805 3387, oder Pressesprecherin Simone Miller, Tel.
0171-870 6647. Textilien-Tests und Ratgeber finden Sie unter
www.greenpeace.de/detox. Fotos erhalten Sie unter Tel. 040-30618 376,
TV-Material vom FTP-Server unter Tel. 040-30618 375.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
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Datum: 23.11.2012 - 10:18 Uhr
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