Neue OZ: Kommentar zu Brandschutz/Behindertenheim
ID: 770867
Ein Feuer tötet 14 Menschen. Am Tag danach herrschen eine hilflose
Trauer um die Toten und das Mitgefühl mit den Verletzten und den
Angehörigen, deren Leben nie mehr sein wird, wie es war. Kein Wort,
auch kein Zeitungskommentar nimmt ihnen den Schmerz.
Trotzdem ist die Debatte der nächsten Tage vorgezeichnet: Was war
die Ursache der Katastrophe? Hätte das Unglück verhindert werden
können? Und vor allem: Reichen die Sicherheitsbestimmungen in
deutschen Pflegeeinrichtungen aus? Womöglich wird ein Streit über die
Verantwortung für das Unglück entbrennen - wie nach dem Einsturz der
Eislaufhalle in Bad Reichenhall, wie nach der Love-Parade. Vielleicht
werden langfristig die Vorschriften zum Brandschutz verschärft.
Ungeachtet aller denkbaren Konsequenzen: Die Grundstimmung nach
der Katastrophe wird noch für lange Zeit von Angst und Scham geprägt
sein. Denn mit dem Brand in der Betreuungseinrichtung ist ein
Versprechen gebrochen worden, das die Gesellschaft sich selbst
gegeben hat: Wir sorgen für alle, die nicht selbst für sich sorgen
können. Dieses Vertrauen ist - durch welche Ursachen auch immer - in
Titisee-Neustadt auf Dauer beschädigt worden. Alle Sorgen, die auf
die Katastrophe folgen, treffen auf eine ohnehin sensible
Gefühlslage: Die Frage, wie wir mit Pflegebedürftigen umgehen, die
Angst, selbst einmal abhängig zu werden - all das zählte schon vor
dem Feuer zu den sensibelsten Punkten des Zusammenlebens.
Daniel Benedict
+++
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.11.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 770867
Anzahl Zeichen: 1835
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 264 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Brandschutz/Behindertenheim"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts der aktuellen Spardebatte der Bundesregierung hat der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Joachim Rock, vor fatalen finanziellen und sozialen Rückschlägen durch Einschnitte im Pflegebereich gewarnt. "Was man ambulant kurzfristig spart, kommt mit höheren
Paritätischer Wohlfahrtsverband missbilligt geplante Wohngeld-Kürzung / Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnt vor steigender Armut und Existenznot bei mehr als einer Million Haushalten ...
Angesichts der laufenden Haushaltsverhandlungen warnt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Joachim Rock, eindringlich vor den geplanten Einschnitten bei der sozialen Sicherung. "Die Kürzungspläne der Bundesregierung machen uns wirklich große Sorgen. Vor allem, d
Paritätischer Wohlfahrtsverband missbilligt geplante Wohngeld-Kürzung / Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnt vor steigender Armut und Existenznot bei mehr als einer Million Haushalten ...
Angesichts der laufenden Haushaltsverhandlungen warnt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Joachim Rock, eindringlich vor den geplanten Einschnitten bei der sozialen Sicherung. "Die Kürzungspläne der Bundesregierung machen uns wirklich große Sorgen. Vor allem, d
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Islamverbände/Niedersachsen/Uwe Schünemann ...
Etwas unaufgeregter, bitte! Zwischen den islamischen Dachverbänden in Niedersachsen und Innenminister Uwe Schünemann kriselt es seit Langem. Zuletzt hat der CDU-Politiker Muslime durch sein Antiradikalisierungsprogramm verärgert. Mit einer Checkliste, anhand derer potenzielle Islamisten e
Neue OZ: Kommentar zu Rente ...
Vorsicht, noch nicht jubeln! Die Botschaft, die der neueste Rentenversicherungsbericht verbreitet, klingt verheißungsvoll. Folgt man den Zahlen, die offiziell erst morgen bekannt gegeben werden, haben die Senioren in Deutschland mittelfristig allen Grund zur Freude, weil ihre Altersbezüge
Weser-Kurier: Zur Kritik muslimischer Verbände an Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 27. November 2012: ...
Natürlich, es gibt inzwischen Islamunterricht an den Schulen, es gibt einen Islam-Studiengang an der Universität Osnabrück, es gibt muslimische Seelsorge in Gefängnissen, und auch muslimische Bestattungen sind zufriedenstellend geregelt. Dafür gebührt der schwarz-gelben Landesregierung zu
Weser-Kurier: Zum Rücktritt von Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 27. November 2012: ...
Der Knall ist lauter als erwartet - denn überraschend hat eine Senatorin das Handtuch geworfen. Dass es knallen musste, das indes war schon seit Jahren klar. Da konnte die vorherige und kann die momentane Regierung des Landes Bremen noch so viel Zuversicht verbreiten. Um den Sanierungskurs einz




