Neue OZ: Kommentar zu Unterhaltsrecht/Scheidung

Neue OZ: Kommentar zu Unterhaltsrecht/Scheidung

ID: 775127
(ots) - Einem Klischee aufgesessen

Einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin. Mit dieser primitiven
Parole boxten 2008 die Befürworter das neue Unterhaltsrecht durch.
Die zweifellos unfaire Regelung, dass der Mann nicht selten bis an
sein Lebensende zur Kasse gebeten wurde, damit die Ex-Partnerin nach
der Scheidung keine Einschränkung ihres Lebensstandards hinnehmen
musste, wurde damals quasi ins Gegenteil verkehrt. Auch Frauen, die
sich im Vertrauen auf eine traditionelle Rollenverteilung jahrelang
um Kinder und Haushalt kümmern, stehen seitdem oft ohne irgendeinen
Anspruch auf nachehelichen Unterhalt da. Zu alt, um noch beruflich
Fuß zu fassen, drohen sie in Armut abzugleiten.

Sogar wenn die Scheidung schon viele Jahre zurückliegt, kann der
zahlende Partner gegen den alten Unterhaltstitel mit einer
Abänderungsklagevon vor 2008 vorgehen. In vielen Fällen geschieht das
auch, und nicht wenige Frauen stehen plötzlich mit leeren Händen da.

Fünf lange Jahre haben die Politiker gebraucht, um zu merken, dass
sie sich bei der Reform des Unterhaltsrechts zu sehr von dem Klischee
der viel zitierten Chefarztgattin haben beeinflussen lassen. Die
Ankündigung der Bundesregierung, die Dauer einer Ehe künftig stärker
zu berücksichtigen, geht in die richtige Richtung. Auf eine
traditionelle Rollenverteilung in einer Ehe sollten sich Frauen aber
auch in Zukunft nur einlassen, wenn sie sich durch einen Ehevertrag
abgesichert haben. Vertrauen ist gut, ein Vertrag aber besser.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue OZ: Kommentar zu CDU Neue OZ: Kommentar zu Berliner Großflughafen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.12.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 775127
Anzahl Zeichen: 1795

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 376 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Unterhaltsrecht/Scheidung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Schauspielerin Trauttmansdorff: "Im Taxi hat er mich dann gefragt, ob ich ihn heiraten will" / Blitz-Antrag vom Regisseur ohne vorherige Beziehung - "Da war nur Geschmuse" ...
Die Schauspielerin Victoria Trauttmansdorff ("Nord Nord Mord") legt den ungewöhnlichen Anfang ihrer langjährigen Ehe offen: "Er war mein Regisseur in Stuttgart und hat mir nach einer Feier angeboten, mich mit dem Taxi nach Hause zu bringen. Ich habe dankend angenommen und im Taxi ha

Ralf Schumacher & Étienne Bousquet-Cassagne: "Ein großer Vorteil, dass wir nicht dieselbe Sprache sprechen" / Klares Statement zu Ex-Frau Cora Schumacher - Bilanz zwei Jahre nach dem C ...
Étienne Bousquet-Cassagne, der Verlobte von Ralf Schumacher, sieht in der Sprachbarriere einen wesentlichen Grund für die Harmonie in ihrer Beziehung: "Es ist auch ein großer Vorteil, dass wir nicht dieselbe Sprache sprechen", sagte Bousquet-Cassagne der "Neuen Osnabrücker Zeitung

re:publica-Gründer Andreas Gebhard: "Twitter gibt es nicht mehr" - Kritik am Einsatz von iPads in Schulen / "Wir haben uns von X verabschiedet - ich empfehle jedem, dasselbe zu tun&quo ...
Andreas Gebhard, Gründer der Digital-Konferenz re:publica, plädiert nach der Übernahme der Plattform Twitter durch Elon Musk für eine klare sprachliche Trennung vom Nachfolgedienst. "Man muss natürlich X sagen. Es heißt anders, weil es etwas anderes ist. Der Name ist anders, der Eigentüm


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


Neue OZ: Kommentar zu Berliner Großflughafen ...
Der Chef muss gehen Lange genug haben sich Oppositionsparteien in Berlin, Brandenburg und im Bund das Theater um den Berliner Großflughafen angesehen. Jetzt endlich sollten sie die für das Desaster verantwortlichen Politiker in die Mangel nehmen. Denn bisher ist die Kritik an Berlins Re

Neue OZ: Kommentar zu CDU ...
Nach links gerückt Je näher eine wichtige Wahl rückt, umso mehr gleichen Parteitage einem Spagat: Für die Delegierten und die Öffentlichkeit sollen sie harmonisch verlaufen, doch ein Bild der Langeweile dürfen sie nicht verbreiten. Diskussionsfreude ist zwar gefragt, aber mehr noch Ges

BERLINER MORGENPOST: Berlin braucht eine Behördenreform. Joachim Fahrun über die Unfähigkeit eines Bezirksamtes, das Elterngeld pünktlich auszubezahlen ...
Laxe Behörden stürzen arme Bürger durch ihr Versagen in existenzielle Notlagen. Nein, die Rede ist nicht von Griechenland, wo die Wirtschaftskrise wütet und der Staatsapparat umgekrempelt wird, sondern von Berlin, Deutschland. Bei uns müssen junge Familien offensichtlich monatelang auf Geld

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Staatsschulden ...
Das ist doch eine gute Nachricht: 2012 wird Deutschland gesamtstaatlich keine roten Zahlen schreiben, sondern mit einer schwarzen Null abschließen. Die gute Nachricht ist erklärungsbedürftig: Am Bund liegt es nicht. Der Bundesfinanzminister nimmt noch immer einen zweistelligen Milliardenbetrag


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z