Erstmals drei Preisträger ausgezeichnet
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IHK-Forschungstransferpreis 2012

(PresseBox) - Der mit insgesamt 18.000 Euro dotierte und zum zweiten Mal verliehene IHK-Forschungstransferpreis für angewandte Forschung an der Hochschule Heilbronn wurde am 11. Dezember im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) feierlich an drei Forschergruppen der Hochschule Heilbronn verliehen.
Die Preise wurden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung bei der IHK im Haus der Wirtschaft von Thomas Philippiak, Präsident der IHK Heilbronn-Franken und Jurymitglied, überreicht. "Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen ist ein wesentlicher Faktor für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gerade kleinere Unternehmen können kein umfangreiches Detailwissen in eigenen Forschungs- und Entwicklungs-Abteilungen (F&E) vorhalten. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit der angewandten Forschung für sie besonders wichtig", erklärte Thomas Philippiak. "Der IHK-Forschungstransferpreis soll als Anreiz für die Forscher der Hochschule Heilbronn dienen, sich weiterhin intensiv mit den Fragestellungen der regionalen Unternehmen auseinanderzusetzen."
Freuen durften sich Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen und Prof. Dr.-Ing. Arndt Birkert vom Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik (IKM), die mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurden. Diese haben mit dem Projekt "Hochdruck-Produktions-Autofrettage" eine Methode entwickelt, die das gezielte Beeinflussen von Spannungszuständen bei Dieseleinspritzleitungen ermöglicht. Dadurch lassen sich erhebliche Prozesszeit- als auch Gewichtsreduzierungen bzw. Spriteinsparungen erzielen. Das Projekt wurde von 2010 bis 2011 finanziell durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Kooperationspartner war dabei die Felss Burger GmbH aus Nesselwang.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde das fünfköpfige Team aus dem Bereich Verfahrens- und Umwelttechnik (VU) mit Prof. Dr.-Ing. Markus Groebel, Prof. Dr. Klemens Flick, Veronika Wörle (B.Sc.), Pham Thi Bao Vi, (B.Sc.) und Dipl.-Ing. (FH) Christian Bluthardt mit dem Projekt "Katalytisches Regenerationsverfahren von Absorptionsmitteln". Dieses Verfahren erlaubt eine energiesparende und damit wesentlich kostengünstigere Aufbereitung von Waschlösungen sowie die Aufbereitung von Biogas zu Erdgasqualität. Kooperationspartner dieses Forschungsprojekts war die AWS Group AG aus Heilbronn. Eine Förderung erfolgte ebenfalls durch das BMWi.
Einen weiteren Preis erhielt das Projekt "Sensorlose Ankerpositionserkennung" vom Institut für schnelle mechatronische Systeme (ISM) in Künzelsau. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ulm und Dipl.-Ing. (FH) Oliver Vogel erarbeiteten eine Lösung, wie der zuverlässige Betrieb von magnetisch gesteuerten Ventilen in Gas- und Dampfturbinen ohne zusätzlichen Sensor überwacht und realisiert werden kann. Projektpartner war hierbei VOITH Turbo aus Crailsheim.
Höchste Anerkennung für alle sieben eingereichte Projekte
In seiner Ansprache betonte Thomas Philippiak noch einmal die Ziele des Preises, der die angewandte Forschung und den Technologietransfer in der Region zwischen der Hochschule Heilbronn und Unternehmen intensivieren, fördern und nachhaltig stärken soll: "Die nun ausgezeichneten Projekte erfüllen die gestellten Kriterien nach einer hohen innovatorischen Leistung, einer zukunftsorientierten Anwendungsmöglichkeit sowie eines wirtschaftlichen Erfolgspotenzials auf vorbildliche Weise. Alle sieben eingereichte Projekte verdienen daher höchste Anerkennung".
Hochschule Heilbronn - Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit nahezu 8.000 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 46 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben. 14 Institute kümmern sich intensiv um Fragestellungen der Unternehmen.
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Datum: 12.12.2012 - 15:38 Uhr
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