Westfalenpost: zu Hausärzten: Das System muss sich ändern - für Ärzte und Patienten
Von Rolf Hansmann
ID: 787438
Woche einsatzbereit: So hat man sich nicht nur im Fernsehen den guten
alten Landarzt vorgestellt. Doch die Zeiten, die Gesellschaft und
die Ansprüche haben sich verändert. Insbesondere junge Ärzte wollen
sich nicht mehr auf dem Land niederlassen. Die hohe Arbeitsbelastung
für Hausärzte im ländlichen Raum, die im Widerspruch zum Wunsch nach
einem intensiven Familienleben stehen kann, mag ein Grund dafür sein.
Die gegenüber Medizinern in Ballungsräumen geringeren
Verdienstmöglichkeiten ein anderer. Es ist Ursachenforschung
angesagt: Warum fehlen Hausärzte, warum droht eine Lücke bei der
wohnortnahen medizinischen Versorgung? Der Gemeinsame Bundesausschuss
hat - dieser Eindruck drängt sich auf - den zweiten Schritt vor dem
ersten gemacht. Er hat den Weg für fast 3000 neue Hausärzte in der
Republik (darunter 710 in NRW) freigemacht - dabei stehen schon
genügend Praxen leer - weil sie kein Arzt übernehmen will.
Finanzielle Anreize für Mediziner auf dem Land sind nicht das
Patentrezept gegen diese Entwicklung, aber sie können sehr wirksam
sein. Wenn man in der Stadt mit geringerem Arbeitsaufwand am Ende des
Monats auf die gleiche Vergütung kommt, muss ein Fehler im System
vorliegen. Nebenbei bemerkt: Die Vorstellung, Hausärzte könnten
Geldspeicher à la Dagobert Duck füllen, ist überholt. Hausärzte
brauchen gute Lebens- und Arbeitsbedingungen. Und Menschen abseits
der Ballungsräume brauchen Landärzte - als Familienbegleiter, aber
auch als Teil einer funktionierenden Infrastruktur.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.12.2012 - 21:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 787438
Anzahl Zeichen: 1838
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 270 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: zu Hausärzten: Das System muss sich ändern - für Ärzte und Patienten
Von Rolf Hansmann"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Lausitzer Rundschau: Immer mehr Menschen leiden unter Fehlentwicklungen der Gesellschaft / Der Streit um die Armut ...
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, sagte einst Churchill. Der Satz hilft auch in der Debatte um die Armut in Deutschland. Hier müsste er heißen: Traue keiner Theorie, deren Begriffe du nicht selbst verdreht hast. Es gibt Armut in Deutschland, aber es gibt keinen Hunger
Westfalenpost: Zu Videoüberwachung: Die Bilderflut Von Joachim Karpa ...
Die Diskussion über eine Ausweitung der Videoüberwachung im öffentlichen Raum, auf Plätzen, Straßen und in Bahnhöfen, ist neu entbrannt. So ist Politik. Nach dem Vorfall in Bonn muss sie sich melden. Die einen sagen mehr Kontrolle, mehr Bilder, mehr Aufzeichnungen, die anderen sagen weni
BERLINER MORGENPOST: Können wir noch Technik? Jochim Stoltenberg über das Scheitern deutscher Großkonzerne an S-Bahn, BER und anderen Großbaustellen ...
Das "S" der über Jahre ausgehungerten Bahntochter steht denn wohl auch weiterhin symbolisch eher für "Spät"-Bahn. Das Berliner Nahverkehrssystem galt einst als eines der besten weltweit. Daran glaubt seit Jahren keiner mehr, die S-Bahn hat ihren Nimbus als verlässlicher Al
Weser-Kurier: Zu Krebsfällen im Umfeld radioaktiver Anlagen schreibt der Bremer WESER-KURIER: ...
In der Elbmarsch südöstlich von Hamburg gibt es die weltweit höchste Häufung von Leukämiefällen bei Kindern und Jugendlichen. Umweltschützer vermuten seit Langem, dass radioaktive Strahlung aus dem seit 2009 abgeschalteten Atomkraftwerk Krümmel oder dem benachbarten Kernforschungszentrum G




