Westfalenpost: Kommentar zum neutralisierten Gottesbegriff
ID: 788019
Familienministerin Kristina Schröder einen regelrechten Sturm mit
Weihnachtswasserglas ausgelöst. Es ist schon erstaunlich, mit welch
empörter Wucht vor allem CSU-Politiker auf den Verbal-Schlenker ihrer
Unions-Kollegin reagieren.
Dabei hat die so gescholtene
Ministerin zumindest theologisch nichts Unhaltbares formuliert: Weil
Gott sich ohnehin einer charakterisierenden Geschlechtlichkeit
entzieht, spielt die Artikelwahl streng genommen auch keine Rolle.
Andererseits stellt sich schon die Frage, auf welche Weise Mutter
Schröder ihrer knapp 18 Monate (!) alten Tochter religiöse
Zusammenhänge kindgerecht näher zu bringen
versucht.
Offenbar hat die Mutter wie auch die Ministerin in
Personalunion alles ganz besonders richtig machen wollen - und ist
dabei völlig übers Ziel hinausgeschossen. Es muss ein ungeheurer
psychischer Druck auf dieser Frau lasten, dass sie dem eigenen
Töchterchen kein kindlich fassbares, sondern vielmehr ein klinisch
sauberes Gottesbild vermitteln will. Und dass sie dies auch noch in
einem Zeitungsinterview gewissermaßen als stolze Leistung privater
Pädagogik hervorhebt, legt einen weiteren Verdacht nahe: Die
Politikerin wollte damit auftrumpfen, wollte gleich auch mal punkten
gegenüber ihren vielstimmigen Kritikern, die ihr nicht erst seit
gestern ein allzu naives Auftreten bescheinigen.
Wir sind
wohl alle gut beraten, gerade so kurz vor Weihnachten die Kirche im
Dorf zu lassen und die ganze künstliche Aufregung als das zu
belassen, was sie allenfalls ist: eine wenig geschickte Bescherung im
Hause einer Mutter und Ministerin.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.12.2012 - 20:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 788019
Anzahl Zeichen: 1949
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 216 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Kommentar zum neutralisierten Gottesbegriff"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalenpost: Kommentar zum Weltuntergang ...
Das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. Der Weltuntergang ist ausgefallen, wir dürfen unsere Existenz auf diesem Planeten fortsetzen. Schön. Hat es eigentlich irgendeinen Sinn, sich ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen?Nun ja, mit dem Quatsch vom Ende allen Daseins sicher nicht.
Ostthüringer Zeitung: Gemeinsamer Gefängnisneubau von Thüringen und Sachsen geht an Zwickau ...
Gera. Die neue Haftanstalt, die Thüringen und Sachsen gemeinsam betreiben wollen, wird in Zwickau gebaut, berichtet die Ostthüringer Zeitung (OTZ) in ihrer Sonnabend-Ausgabe. Zuvor hatte die in Chemnitz erscheinende "Freie Presse" informiert, die Vorentscheidung sei bereits gefallen.
Westdeutsche Zeitung: Die Macht der Waffenlobby in den USA ist ungebrochen - Das Massaker von Newtownändert nichts Ein Kommentar von Lothar Leuschen ...
In kaum einer Frage verbieten sich Vergleiche zwischen Europa und den USA so sehr wie im Umgang mit Waffen in privater Hand. Die Schweiz ist, gemessen an der Bevölkerungszahl, eines der Länder mit den meisten Schusswaffen in Privatbesitz. Das liegt daran, dass Soldaten ihre Gewehre nach Ende i
Mitteldeutsche Zeitung: zu EU-Russland-Gipfel ...
Natürlich ist man sich im Kreml sehr wohl bewusst, wie viel man der EU schon verdankt. Die lange ersehnte Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation wäre ohne Unterstützung der 27 Regierungshauptstädte nicht zustande gekommen. Doch Putin scheint noch nicht begriffen zu haben, dass ein so




