Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / Wettbewerb / Bundeskartellamt
ID: 790764
Die Konkurrenz in vielen Branchen ist hart, die Verbraucher sind
überaus kritisch und die Gewinnmargen oftmals niedrig: Immer wieder
geraten Unternehmer und Manager deshalb in Versuchung, dem eigenen
Geschäftserfolg nachzuhelfen, etwa durch Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten. Es ist ein überaus aktuelles Thema, wie die
jüngste Bilanz des Bundeskartellamtes belegt.
Die im vergangenen Jahr verhängten Strafgelder wegen verbotener
Absprachen bewegen sich auf Rekordhöhe. Sie sind ein Signal, in der
Aufmerksamkeit nicht nachzulassen. Ja, man kann sogar mutmaßen, mit
verstärktem Aufwand könnten noch deutlich mehr Schäden verhindert
werden. Die Wettbewerbshüter sind jedenfalls ihr Geld wert. Denn
nichts ist in einer Marktwirtschaft wichtiger als ein
funktionierender Wettbewerb. Er veranlasst die Unternehmen, die
Qualität ihrer Dienstleistungen und Produkte zu verbessern und
möglichst günstig zu arbeiten, zum Wohl der Käufer und Konsumenten.
Zudem wird so der technische Fortschritt gefördert, während
Absprachen über Preise und Märkte eine lähmende Wirkung haben.
Vor allzu großen Erwartungen in die Möglichkeiten des Kartellamtes
sei aber gewarnt. So zeigt der Streit um die Spritpreise, wo die
Grenzen liegen. Direkte Eingriffe in den von fünf Konzernen
dominierten Mineralölmarkt sind dem Amt nicht möglich. Die geplante
Preistransparenzstelle wird den Wettbewerb indessen nur wenig
beeinflussen.
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Datum: 03.01.2013 - 22:00 Uhr
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