Westdeutsche Zeitung: Mali = von Lothar Leuschen

Westdeutsche Zeitung: Mali =
von Lothar Leuschen

ID: 795905
(ots) - Frankreich schickt Truppen in eine ehemalige
Kolonie in Afrika. Das ist eine innere Angelegenheit, auch wenn die
französischen Soldaten im Ausland kämpfen müssen. Mithin geht es
Deutschland nichts an. Es ist zwar richtig, dass Frankreich längst
ein Freund geworden ist. Aber die Folgen ihrer Kolonialgeschichte
müssen die Franzosen schon selbst bewältigen. Die sehen das bisher
übrigens auch so und haben Deutschland in Sachen Mali noch um gar
nichts gebeten. Aber wenn sich Frankreich in Berlin melden sollte,
was dann? Dann ist der Einsatz in dem westafrikanischen Land keine
Sache der Franzosen mehr. Dann muss Deutschland dem Freund gegenüber
Farbe bekennen. Und es gibt keine andere Antwort als: Ja, Deutschland
hilft. Deutschland kann nicht anders. Denn bei näherer Betrachtung
ist der Einsatz der Franzosen in Mali einer im Namen der westlichen
Welt. In dem afrikanischen Staat ziehen Islamistengruppen marodierend
durchs Land, bringen unbescholtene Zivilisten um und ganze
Landstriche unter ihre Kontrolle. Das Ganze geschieht schleichend
seit Jahren. Es ist vergleichbar mit der Christenverfolgung
beispielsweise in Nigeria oder in Ägypten. Davon nimmt im alten
Europa bisher kaum jemand wirklich Notiz. Und nach Mali hat auch
niemand geschaut. Denn Afrika ist weit weg, Afrika ist kein Markt für
westliche Wirtschaftsgüter, Afrika ist unwichtig. Diese fatale
Haltung haben mittlerweile Tausende von Menschen in ehemaligen
Kolonien oder Einflusszonen der Europäer mit dem Leben bezahlt. Es
wird höchste Zeit, genau hinzuschauen. Denn in Staaten wie Mali braut
sich Ungemach zusammen. Noch ein Rückzugsgebiet für Islamisten, noch
mehr Ausbildungscamps für Terroristen. Deutschland sei immer ein
interessantes Ziel für Anschläge militanter Moslems, heißt es aus dem
Bundesinnenministerium. Frankreich musste jetzt einschreiten, weil


Mali eine französische Geschichte hat. Aber Frankreich kämpft auch
für Deutschlands, Dänemarks oder Großbritanniens Sicherheit. Deshalb
ist der Gedanke daran nicht abwegig, dass Paris Hilfe anfordert. Und
Deutschland kann von Glück reden, wenn es sich dabei nur um
logistischen Beistand handeln sollte.



Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de
www.wz-newsline.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Allg. Zeitung Mainz: Willkommen / Kommentar zum Bevölkerungswachstum Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Mali
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.01.2013 - 19:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 795905
Anzahl Zeichen: 2623

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 236 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Mali =
von Lothar Leuschen
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

WZ-Kommentar/Das Scheitern der DFB-Elf ist kein Zufall ...
Von Lothar Leuschen Reformen sind schwierig in Deutschland. Bauen oder Sanieren dauert immer länger und wird immer teurer. Autos aus der deutschen Autoschmiede entpuppen sich international zunehmend als Ladenhüter. Und jetzt kann Deutschland nicht einmal mehr Elfmeter schießen. Quo vadis, Wirtsc

Kommentar/WZ zur ersten Sitzung des neuen Bundestages: / Schwieriges Parlament ...
Von Lothar Leuschen Der Auftakt ist schon nicht gelungen gewesen. Statt eine möglichst verbindende Rede zu halten, erging sich Alterspräsident Gregor Gysi darin, die Parteiprogrammatik der Linken abzuspulen inklusive der Aufforderung, das Gespräch mit Russland zu suchen. Dass die Abgeordneten de

Kommentar: Die USA sind verloren / zu Trump und den Folgen ...
Von Lothar Leuschen Die Ereignisse überschlagen sich. Nur wenige Stunden, nachdem die USA angekündigt hat, die Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland abzubrechen, kommt ebenso aufgeschreckt wie unausgegoren aus der Union in Deutschland der Ruf nach Rückkehr zur allgemein


Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Zeitung


Allg. Zeitung Mainz: Willkommen / Kommentar zum Bevölkerungswachstum ...
Ubi bene, ibi patria: "Wo es mit gut geht, da ist meine Heimat." Nichts umschreibt die Ursache für das Bevölkerungswachstum in den vergangenen zwei Jahren hierzulande besser als der simple Satz, der Cicero zugeschrieben wird. "Ubi bene, ibi patria" haben sich im vergangenem

Mitteldeutsche Zeitung: zu SPD-Wahlprogramm ...
Gerade die SPD kann nicht hinnehmen, dass kleine Leute automatisch ihre Steuern abgezogen bekommen, während andere Teile freudig den Fiskus betrügen. Dass Steinbrück in der Vergangenheit nicht an diesem Thema gearbeitet habe, kann man ihm nicht vorwerfen. Auch für eine Vereinheitlichung

Mitteldeutsche Zeitung: zu Verkehrsinvestitionen ...
Die Mittel im Verkehrshaushalt reichen derzeit nicht einmal aus, um den aktuellen Zustand halbwegs zu halten. Wenn immer mehr Brücken dicht gemacht werden müssen, weil sie baufällig sind, wenn Wasserkanäle absaufen, weil der Boden undicht ist, dann stimmt etwas nicht im Lande des Export-Vize

Mitteldeutsche Zeitung: zu Chemieunfall auf der Autobahn 9 ...
Der Chemieunfall am Freitagabend auf der Autobahn 9 im Burgenlandkreis war die Folge eines ziemlich normalen Verkehrsunfalls, in den ein Gefahrguttransport jederzeit verwickelt werden kann. Die Auswirkungen waren alles andere als normal. Offenbar gibt es eine Lücke im Gesetz, so dass acht M


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z