Satzungsleistungen im Sinne der Versicherten
ID: 797978
(BPI) fordert die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) auf, ihre
Möglichkeiten, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel als
Satzungsleistungen für ihre Versicherten zu erstatten, verstärkt
wahrzunehmen. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Klage eines
chronisch Kranken abgelehnt hat, sei es nun Aufgabe der
Krankenkassen, insbesondere diese Patienten vor einer finanziellen
Überforderung zu bewahren. "Die GKV hat die Möglichkeit, ihren
Versicherten OTC-Arzneimittel zu erstatten. Für einen chronisch
kranken Menschen ist es eine extreme Belastung, neben seinen
Krankenkassenbeiträgen, den Zuzahlungen, die er leisten muss, auch
noch, wie im Beispiel des Klägers, seine notwendigen Arzneimittel zu
bezahlen, nur weil diese nicht verschreibungspflichtig sind. Je nach
Indikation können hier Belastungen auf die Versicherten zukommen, die
diese nicht leisten können - zu Lasten ihrer Gesundheit. Wenn die GKV
ihren Aufrag ernst nimmt, ihre Versicherten mit allem zu versorgen,
was ausreichend und notwendig ist, müssen einfach mehr Krankenkassen
solche Satzungsleistungen anbieten" erklärte Henning Fahrenkamp,
Hauptgeschäftsführer des BPI.
Der Gesetzgeber hat die nicht verschreibungspflichtigen
Arzneimittel im Regelfall aus dem Leistungskatalog ausgeschlossen.
Mit dem Versorgungsstrukturgesetz wurde den Krankenkassen aber die
Möglichkeit eingeräumt, Satzungsleistungen in diesem Bereich
aufzunehmen. Doch bis dato machen nur 42 von über 130 Krankenkassen
davon Gebrauch. Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass
der generelle gesetzliche Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger
Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) nicht verfassungswidrig sei. Das Ziel, die
Kosten im Gesundheitswesen zu beschränken, sei so wichtig, dass der
Einzelne belastet werden dürfe. Ein gesetzlich krankenversicherter
Mann hatte geklagt, der an einer chronischen Atemwegserkrankung
leidet. Zur Therapie benötigt er nicht verschreibungspflichtige
Arzneimittel, die ihn pro Monat 28,80 Euro kosten.
Ihr Ansprechpartner:
Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, jodenbach@bpi.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.01.2013 - 12:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 797978
Anzahl Zeichen: 2455
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 201 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Satzungsleistungen im Sinne der Versicherten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgefordert, das Thema Kommunale Abwasserrichtlinie (KARL) zur "Chefinnen-Sache" zu machen. "Wenn 16 EU-Mitgliedstaaten ihre Bedenken wegen der zu erwartenden Kosten bei KARL ä
BPI fordert "echte Gesundheitsreform"- Spargesetz mit Risiken für Versorgung und Industrie ...
Deutschland braucht schnellstens eine Strukturreform im Gesundheitswesen. Das forderte der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), Oliver Kirst, bei der Ordentlichen Hauptversammlung des Verbandes heute in Berlin. Nur das wäre eine echte Gesundheitsreform. Denn: &q
Presseeinladung zur Ordentlichen BPI-Hauptversammlung und zur Pressekonferenz am 11. Juni 2026 ...
Einen Tag vor der Ersten Lesung des als Gesundheitsreform bezeichneten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) findet am 11. Juni die diesjährige Ordentliche BPI-Hauptversammlung statt. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Die Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr (Akkreditierung ab 9 Uhr), im Vi
Weitere Mitteilungen von BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
Michael A Mcmann, MD First in Hawaii to Offer Bausch and Lomb - Technolas Perfect Vision Zyoptix Technology ...
Michael A Mcmann, MD, a leading Laser eye surgery center, is proud for being the first in the state of Hawaii to offer Bausch and Lomb - Technolas Perfect Vision Zyoptix Technology. The company’s partnership with Bausch and Lomb is geared towards providing patients with an unparalleled experienc
Warum der Zahnarzt auch den Blutzucker beobachten sollte ...
Regensburg, 17. Januar 2013 - dgp- Zwischen Diabetes und Parodontitis gibt es Wechselwirkungen. Bei beiden Krankheiten handelt es sich um chronische systemische Volkskrankheiten. Beide entwickeln sich schleichend, wobei oft Symptome fehlen. Deshalb fallen die Erkrankungen kaum auf. Sie sind auch mi
Aufbruchstimmung in der Allgemeinmedizin: Die wissenschaftliche Fachgesellschaft hat 24 schlagkräftige Zukunftspositionen entwickelt ...
„Die DEGAM-Zukunftspositionen machen deutlich, was die Allgemeinmedizin leisten kann und warum sie – heute mehr denn je – unverzichtbar ist“, erklärt Prof. Dr. med. Ferdinand M. Gerlach, Präsident der DEGAM, die Beweggründe zur Entwicklung von schlagkräftigen Zukunftspositionen. Diese ri
Stefan-Morsch-Stiftung steigert wieder die Zahl der Lebensretter ...
Bei der ersten deutschen Spenderdatei wurden im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an potenziellen Lebensrettern registriert: Fast 23 000 Menschen haben sich 2012 von den Mitarbeitern der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren lassen. Das bedeutet, sie haben sich dazu bereit erklärt, im Ernstfall einem




