neues deutschland: Kranke Arbeit
ID: 798973
Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Verschleiß durch schwere
körperliche Tätigkeiten oder spezielle Berufskrankheiten wie etwa die
Staublunge im Steinkohlebergbau. Vielmehr führt das, was Unternehmer
gerne als »Produktivitätssteigerung« und »Flexibilisierung« abfeiern,
für immer mehr Menschen quer durch alle Branchen zu Angst- und
Stresszuständen, die bei entsprechender Intensität in manifeste
psychische Erkrankungen münden können. Schon lange haben nicht nur
Gewerkschaften und Arbeitsmediziner vor dieser dramatischen
Entwicklung gewarnt. Doch erst jetzt, da die Zahl der durch
Psychostress bedingten Fehltage und Frühverrentungen regelrecht in
die Höhe schießt und nennenswerte ökonomische Schäden verursacht,
sind Unternehmerverbände und Bundesregierung bereit, einige
stressfördernde Auswüchse in der Arbeitswelt einzudämmen.
Entsprechende Reformen des Arbeitsschutzrechtes und bessere
Kontrollen seiner Einhaltung sind richtige Schritte, die - falls sie
konsequent umgesetzt werden - vielen Betroffenen helfen können.
Dennoch bleibt es ein Herumdoktern an Symptomen. Solange prekäre
Arbeitsverhältnisse und Armutslöhne als »Wachstumsfaktoren« gelten
und weiter um sich greifen, werden angst- und stressbedingte
Erkrankungen weiter zunehmen. Anders gesagt: Nicht Arbeit macht
krank, sondern die Deregulierung der Arbeitsverhältnisse.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1715
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.01.2013 - 17:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 798973
Anzahl Zeichen: 1677
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 185 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kranke Arbeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Weser-Kurier: Bundesinnenminister zu Terrorgefahr in Deutschland ...
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht durch den Mali-Einsatz der Bundeswehr keine erhöhte Terrorgefahr auf Deutschland zukommen. "Ich erwarte nicht, dass sich durch die Vorgänge in Mali die Sicherheitslage in Deutschland grundlegend verändert", sagte der CSU-Politiker dem B
Bundesumweltminister Altmaier will an Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien festhalten ...
Auf dem gestrigen Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) erklärte Bundesumweltminister Peter Altmaier in seiner Gastrede, dass er die Energiewende zu einem Erfolgsprojekt machen wolle, mit dem sich die Menschen im Land identifizieren können. Der Erfolg werde dann auch i
Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege ...
Die Offensive in der Altenpflegeausbildung, über 135 Millionen Euro aus verschiedenen Haushaltstöpfen und eine beschleunigte Ausbildung von Pflegehelfern zu Fachkräften Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege beschlos
WAZ: Patientenbeauftragter Zöller rechnet mit Bekanntwerden weiterer Skandale bei der Organvergabe/Manipulationen der Ärzte kosten Menschenleben ...
Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), befürchtet, dass die Skandale bei der Organvergabe noch kein Ende haben. "Ich gehe davon aus, dass weitere Manipulationsfälle ans Tageslicht kommen", sagte Zöller im Interview mit den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Fre




