Michalk: Der Arbeitsmarkt muss sich für Menschen mit Behinderungen stärker öffnen

Michalk: Der Arbeitsmarkt muss sich für Menschen mit Behinderungen stärker öffnen

ID: 807447
(ots) - Die christlich-liberale Koalition hat am
Donnerstagabend den Antrag "Leistungspotenziale von Menschen mit
Behinderungen im Arbeitsleben ausschöpfen" in den Bundestag
eingebracht. Dazu erklärte die Beauftragte für Menschen mit
Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Maria
Michalk:

"In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand
seit der Wiedervereinigung. Die Beschäftigungsquote liegt auf
Rekordhöhe. Von diesem Aufschwung haben schwerbehinderte Menschen
bisher weniger profitiert. Deshalb hat die Unionsfraktion in dieser
Woche unter dem Motto `Die Einstellung zählt: Wie sich die
Arbeitswelt für Menschen mit Behinderungen öffnet` rund 180 Gäste zu
einem Fachkongress eingeladen. Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Politiker,
Verbandsvertreter sowie Menschen mit Behinderungen haben die
Schritte hin zu einem 'inklusiven' Arbeitsmarkt gemeinsam diskutiert.

Parallel dazu fand am Donnerstag die erste Lesung des
Koalitionsantrags ´Leistungspotenziale von Menschen mit Behinderungen
in der Arbeitswelt ausschöpfen´ statt. Die Arbeitswelt der Zukunft
bietet angesichts des Fachkräftemangels auch große Chancen für
Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, eingestellt zu
werden. Denn sie sind in der Regel gut ausgebildet, belastbar und
hochmotiviert. Die Herausforderung für Unternehmen besteht in der
Regel darin, maßgeschneiderte Antworten in der jeweils konkreten
Situation zu finden. Das Potenzial der behinderten Menschen zu
verschenken wäre indes eine verlorene Chance.

Deshalb muss sich vor allem die Einstellung ändern: Nötig ist eine
Sensibilisierung der Arbeitswelt für die Belange behinderter Menschen
und mehr Zutrauen in ihre Fähigkeiten. Mehr finanzielle Mittel oder
neue Eingliederungsinstrumente werden nicht gebraucht. Vielmehr
müssen alle vorhandenen Möglichkeiten stärker und konsequenter


genutzt werden. Das verdeutlichen immer wieder konkrete Beispiele vor
Ort."



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Datum: 01.02.2013 - 11:43 Uhr
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