Industrielaender muessen vorangehen
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Industrielaender muessen vorangehen
Beim globalen Klimaschutz muessen die Industrielaender vorangehen. Die Schwellen- und Entwicklungslaender werden einem Kyoto-Nachfolgeabkommen nur zustimmen, wenn die Industrielaender klare Ziele fuer die Verminderung ihrer Treibhausgase und Finanzzusagen fuer aermere Laender machen.
Die Industriestaaten muessen ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 25 bis 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent senken. Die Europaeische Union wird ihre Treibhausgas-Emissionen um 30 Prozent bis zum Jahr 2020 senken, wenn es ein internationales Abkommen geben wird. Neben der Minderung der Emissionen steht die Finanzierung von Emissionsminderungen und Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Mittelpunkt. Denn wenn wir verstaerkte Klimaanstrengungen der Entwicklungslaender erwarten, muessen wir sie dabei unterstuetzen. Sonst werden wir keinen Erfolg in Kopenhagen erreichen. Um den Temperaturanstieg auf weniger als 2 Grad Celsius zu begrenzen, muessen die Industrielaender den Entwicklungslaendern Finanzmittel bereitstellen. Wichtig ist, dass diese Gelder zusaetzlich zur Entwicklungshilfe gegeben werden.
Die Konferenz in Bonn ist der Startschuss fuer eine Reihe von internationalen Treffen, die die Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember dieses Jahres vorbereiten. In Kopenhagen soll das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls beschlossen werden. Das Kyoto-Protokoll gilt seit 2008 und endet 2012. Deshalb verhandelt die internationale Klimadiplomatie gerade ein Kyoto-Nachfolgeabkommens fuer die Zeit nach 2012.
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Datum: 30.03.2009 - 17:32 Uhr
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