Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderarmutsquote senken, Bildungsgerechtigkeit steigern
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sozialen Gerechtigkeit die Bundesregierung und die Landesregierungen
auf, wirksame Maßnahmen zur Senkung der Kinderarmutsquote und zur
Steigerung der Bildungsgerechtigkeit in Deutschland auf den Weg zu
bringen. "Soziale Sicherheit für Kinder und Bildungsgerechtigkeit
sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich
eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen
Jahren anders aus. In Deutschland ist jedes fünfte Kind von Armut
betroffen, und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über
die Bildungschancen von Kindern", erklärt Holger Hofmann,
Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Die nicht geringen Kosten für die Beseitigung der Kinderarmut
dürfen nicht zu einer Blockadehaltung führen. Nichts kann wichtiger
sein, als in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu investieren. Es
kommt also vor allem auf den politischen Gestaltungswillen von
Regierungen und Parlamenten an, um Kinderarmut in Deutschland zu
überwinden und allen Kindern und Jugendlichen ein chancengerechteres
Aufwachsen zu ermöglichen. Dazu gehören auch ein nach oben
durchlässiges Schulsystem, ein längeres gemeinsames Lernen,
individuelle Förderprogramme für benachteiligte Schüler, der
flächendeckende Ausbau der Ganztagsschule und Lernmittelfreiheit" so
Hofmann weiter.
Deshalb fordert das Deutsche Kinderhilfswerk die Bundesregierung
auf, endlich ein Nationales Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut
auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung soll dazu gemeinsam mit
Ländern und Kommunen ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit konkreten
Zielvorgaben vorlegen, mit dem der Kinderarmut wirkungsvoll begegnet
werden kann. Dabei muss es sowohl darum gehen, materielle
Verteilungsgerechtigkeit herzustellen als auch verbesserte
Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu
schaffen. Dazu gehört auch der fristgerechte Ausbau der
Betreuungsangebote für Kinder mit einer gleichzeitigen
Qualitätsoffensive für eine bessere frühkindliche Bildung.
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Datum: 20.02.2013 - 09:30 Uhr
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