GAP: Greening und Kappung stehen im Mittelpunkt / Terminkontrakte auf Agrarpreise sind unverzichtbar
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Raiffeisenverbandes (DRV) stehen das Greening und die
Degression/Kappung der Direktzahlungen im Mittelpunkt des Interesses.
"Beim Greening bin ich nach wie vor der Meinung, dass die von der
EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen nicht die richtige Antwort
auf die bereits heute engen Versorgungsbilanzen in der EU und
weltweit sind. Wir haben den Vorschlag, sieben Prozent der
Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen zur Verfügung zu stellen,
stets klar abgelehnt. Ich erwarte, dass der Prozentsatz im Zuge der
Kompromissfindung reduziert wird", führte Manfred Nüssel, Präsident
des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), bei der
Jahrespressekonferenz aus.
Bei der umstrittenen Kappung der Direktzahlungen sollen nun die
Mitgliedstaaten entsprechend ihren Erfordernissen entscheiden und
verfahren können. "Das ist mit Blick auf die besondere Betroffenheit
der Agrargenossenschaften im Osten Deutschlands ein Fortschritt. Für
die Unternehmen bleiben aber mit Blick auf mögliche Änderungen
politischer Konstellationen Unsicherheiten bestehen", betonte Nüssel.
"Unsere Prioritäten bei Degression und Kappung bleiben
unverändert: Kooperative landwirtschaftliche Unternehmensformen wie
die Agrargenossenschaften müssen von der Kappung ausgenommen bleiben.
Dafür setzen wir uns bei der Abstimmung im Europäischen Parlament
Mitte März ein", so Nüssel.
Die Ziele des EU-Richtlinienvorschlags zur Einführung einer
Finanztransaktionssteuer in elf EU-Mitgliedstaaten unterstützt der
DRV im Grundsatz: Es sollen "unverantwortliches Handeln mit
Finanzprodukten eingedämmt und ein Beitrag des Finanzsektors zur
Konsolidierung der öffentlichen Haushalte geleistet werden".
Gleichwohl lehnt es Nüssel ab, dass Warentermingeschäfte zur
Durchsetzung dieser Ziele herangezogen werden sollen. "Die
Finanztransaktionsteuer darf die Agrar- und Ernährungswirtschaft bei
ihren Warentermingeschäften nicht zusätzlich belasten. Unsere
Unternehmen sind dringend darauf angewiesen, die Risiken der
zunehmenden Preisschwankungen abzusichern. Warenterminbörsen sind
auch in der EU ein unverzichtbares Instrument des Risikomanagements.
Sie müssen durch mehr Liquidität gestärkt werden. Weder diese Börsen
noch die Agrar- und Ernährungswirtschaft sind für die Auswirkungen
der EU-Finanzkrise verantwortlich zu machen. Eine steuerliche
Belastung dieses Risikomanagements lehne ich entschieden ab",
unterstrich der DRV-Präsident.
In diesem Zusammenhang betonte Nüssel, dass Terminkontrakte auf
Agrarpreise ein unverzichtbares Instrument der Preisbildung,
Marktinformation und Preisabsicherung sind. "Leider wird ihnen
oftmals in der öffentlichen Diskussion mit dem Begriff Spekulationen
ein negatives Image verpasst. Ich erwarte von der nationalen und
europäischen Politik, dass sie auch in diesem Bereich praxisgerechte
Rahmenbedingungen gewährleistet", so Manfred Nüssel.
Deutscher Raiffeisenverband e.V. (DRV)
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich
organisierten Unternehmen der deutschen Agrar- und
Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette
Lebensmittel erzielen die 2.452 DRV-Mitgliedsunternehmen im
Agrarhandel und in der Verarbeitung von Agrarerzeugnissen mit rund
82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 50,1 Mrd. Euro. Landwirte,
Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der
Genossenschaften.
Pressekontakt:
Deutscher Raiffeisenverband e.V.
Monika Windbergs
Tel. 030 856214-430
E-Mail: presse@drv.raiffeisen.de
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Datum: 26.02.2013 - 10:30 Uhr
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