Fischbach: Armuts- und Reichtumsbericht belegt positive Entwicklung in Deutschland
ID: 828640
Vierten Armuts- und Reichtumsbericht beschlossen. Dazu erklärt die
Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid
Fischbach:
"Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung setzt
neue Akzente: Armutsrisiken werden erstmals nicht statisch, sondern
als dynamischer Prozess in den Blick genommen. Der Bericht zeigt auf,
wie Menschen in bestimmte armutsgefährdete Lebenslagen hinein und
wieder heraus gelangen können, anstatt nur die armutsgefährdete
Lebenslage als solche zu beschreiben. Geprüft werden die
Rahmenbedingungen für die soziale Mobilität, das heißt für die
Veränderung von Lebenslagen und gesellschaftlicher Teilhabe.
Insgesamt belegt der Bericht eine positive Entwicklung der
Lebenslagen in Deutschland, vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Wir haben
hierzulande die niedrigste Jugendarbeitslosenquote innerhalb der EU.
Auch bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit - eine der
wichtigsten Ursachen für Armutsrisiken in Deutschland - sind wir sehr
erfolgreich: Im Berichtszeitraum 2007 bis 2012 reduzierte sich die
Zahl der Menschen, die lange Zeit arbeitslos waren, um über 40
Prozent auf 1,06 Millionen. Die Zahl der Menschen, die Grundsicherung
für Arbeitssuchende beziehen, sank um mehr als 800.000 Erwachsene und
um 270.000 Kinder. Auf diese Entwicklung können wir stolz sein.
Entgegen der Vorwürfe der Opposition thematisiert der Bericht auch
die sehr ungleiche Verteilung der Privatvermögen. So zeigen sich
erhebliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland, aber auch
zwischen verschiedenen Haushaltstypen: Paare verfügen im Vergleich zu
Alleinlebenden über höhere Einkommen, während Alleinerziehende ein
geringeres Vermögen haben. Erfreulicherweise nimmt jedoch nach den
neusten Veröffentlichungen des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung DIW die Spreizung der Einkommen nach einer
Zunahme bis zum Jahr 2005 nach 2007 leicht ab.
Dennoch besteht auch Handlungsbedarf. So zeigt die Analyse, dass
Kinder aus Haushalten ungelernter Arbeiter immer noch ein erhöhtes
Risiko haben, selbst ohne Ausbildung zu bleiben. Auch ein jahrelanger
SGB-II-Bezug der Eltern hat gravierende Folgen für ihre Kinder. Die
CDU/CSU-Fraktion setzt sich daher für eine aufstiegsoffene
Gesellschaft mit fairen Beschäftigungschancen für alle ein. Gute
Bildung ist Grundvoraussetzung für die Teilhabe an dieser
Gesellschaft. Schwerpunkte setzt die Bundesregierung daher bei
Bildungsförderung und frühkindlicher Bildung. Mit dem Ausbau der
Kinderbetreuung sowie dem Bildungs- und Teilhabepaket stellen wir die
Weichen in unserem Land richtig."
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Datum: 06.03.2013 - 11:29 Uhr
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