Dürre als Folge des Klimawandels

Dürre als Folge des Klimawandels

ID: 82974

Dürre als Folge des Klimawandels



(pressrelations) - g>Hunger in Ost-Afrika - Eindrücke aus Tansania

(aid) - Wenn man daran gewöhnt ist, einfach den Wasserhahn aufzudrehen, mag man sich fragen, was es schon ausmacht, wenn die Regenzeit im tropischen Afrika drei Wochen später einsetzt als gewöhnlich. In unseren Breiten ist Wasser (noch) selten ein begrenztes Gut für das Leben und die landwirtschaftliche Produktion. Am Äquator jedoch, wo im Frühjahr die Sonne im Zenit steht und darauf folgend die große Regenzeit einsetzen soll, ist Wasser der begrenzende Faktor schlechthin. Derzeit leiden in vielen Regionen Ostafrikas weite Teile der Bevölkerung unter Wasserknappheit. Für die Menschen hier ist klar: Das sind die Folgen des Klimawandels, denn früher konnte man die Uhr danach stellen, wann der Regen einsetzte. Im nördlichen Tansania rechnen die Bauern ab Mitte März mit starken Regenfällen; sie wenden den Boden, säen Mais, Reis, Bohnen oder Weizen aus und warten. Bleibt der erwartete Regen aus, geht noch die letzte Bodenfeuchtigkeit verloren und das teure, gegebenenfalls schon ausgekeimte Saatgut geht verloren. Wasserreservoirs sind leer und eventuell vorhandene Bewässerungssysteme fallen aus. Ein wirtschaftlicher Verlust, der für die Bauern kaum zu verkraften ist. Lebensmittel werden knapp und die Lebensmittelpreise steigen. Eine Familie, die im vergangenen Jahr noch ca. 1,50 Dollar für ihre tägliche Reisportion bezahlt hat, muss heute rund das Doppelte aufbringen. Obst und Gemüse sind für kaum jemanden erschwinglich. Doch der Wassermangel macht auch nicht halt vor den Toren der Stadt: Selbst in Bürogebäuden fällt die Wasserspülung gelegentlich für mehrere Wochen aus. Aus den verbleibenden Reserven muss jedes Fass Wasser einzeln herangeschafft werden. Zudem sind viele kleine Haushalte zu versorgen. Das alltägliche Leben ist geprägt vom Transport von Wasserkanistern auf Fahrrädern, Handkarren oder Eseln. In den abgelegenen ländlichen Nomadengebieten müssen die Hirten teilweise Tagesmärsche unternehmen, um ihr Vieh zu tränken. Frauen laufen früh morgens los, um abends nach einem Tagesmarsch durch die heiße, staubige Landschaft mit einem Eimer Wasser auf dem Kopf zurückzukehren. Es kommt bereits zu Migrationen ins Nachbarland Kenia, wie die Tageszeitung "Arusha Times" aktuell berichtet. Ein weiterer Monat ohne Wasser und ganze Landstriche würden entvölkert. Genau das sagen Experten schon seit einiger Zeit voraus. Die Folgen des Klimawandels werden in Zukunft weitere gesellschaftliche und politische Auswirkungen haben und ein hohes Konfliktpotenzial liegt schon jetzt alleine in der Wasserfrage.




aid infodienst
Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de
E-Mail: aid@aid.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  II. Zivilsenat des BGH zur Schiedsfähigkeit von Beschlussmängelstreitigkeiten Vom Einkaufskorb bis auf den Teller: aid-Special 'Nährstoffveränderungen bei der Lebensmittelzubereitung im Haushalt' aktualisiert
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 08.04.2009 - 15:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 82974
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 404 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Dürre als Folge des Klimawandels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

aid (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Energydrinks: Jeder zehnte Europäer greift mehrmals in der Woche zu ...
(aid) - Fast jeder dritte Europäer konsumiert Energydrinks - rund 12 Prozent sogar mindestens vier- bis fünfmal in der Woche. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, für die mehr als 52.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 16 EU-Mitg

SchmExperten in der Lernküche in Bild und Ton: aid-Kurz-Video auf YouTube ...
(aid) - Die "SchmExperten in der Lernküche" des aid infodienst erobern bereits seit Januar die Lernküchen der 6. bis 8. Klassen aller Schulformen. Um noch mehr Lehrerinnen und Lehrer für das praxisorientierte Unterrichtsmaterial zu begeistern, hat der aid ein Kurz-Video produziert, da

Freude am Gärtnern - trotz Pollenallergie: Neuer aid-Hörfunkbeitrag ...
(aid) - Der Winter war lang genug, endlich wird es Frühling: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, also ab ins Freie und die Natur genießen. Für viele Menschen mag das allerdings wie Hohn klingen, denn Pollenallergien, umgangssprachlich als Heuschnupfen bezeichnet, machen Betroffenen den Au


Weitere Mitteilungen von aid


Vom Einkaufskorb bis auf den Teller: aid-Special 'Nährstoffveränderungen bei der Lebensmittelzubereitung im Haushalt' aktualisiert ...
(aid) - Egal ob Fleisch, Brot, Obst oder Gemüse - Lebensmittel sollen nicht nur schmecken, sondern auch möglichst viele lebenswichtige Inhaltsstoffe liefern. Deshalb ist es wichtig, bereits beim Einkauf auf gute Qualität zu achten, die Lebensmittel nur kurze Zeit richtig zu lagern und bei der Zu

II. Zivilsenat des BGH zur Schiedsfähigkeit von Beschlussmängelstreitigkeiten ...
Der für das Gesellschaftsrecht zuständige II. Zivilsenat des BGH hatte gestern über die Grundsatzfrage der Schiedsfähigkeit von Beschlussmängelstreitigkeiten im Recht der GmbH zu entscheiden. I. Der Kläger ist Gesellschafter der beklagten GmbH. Zwischen ihm und seinen Mitgesellschaftern best

Neue Studie von Reader’s Digest ...
Großes Vertrauen in Feuerwehrleute, Piloten und Gesundheitsberufe Offenbach - Auf ihre Feuerwehr lassen die Europäer nichts kommen: 92 Prozent bezeichnen ihr Vertrauen in die Feuerwehrleute als „sehr hoch“ bzw. „ziemlich hoch“. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Studie „Eur

ÖDP-Stadträtin Mechthild von Walter kritisiert FDP-Vorstoß: Karfreitag soll in München 'partyfrei' bleiben ...
Gegen die von der FDP im Landtag betriebene Lockerung der Feiertagsregelungen (SZv. 4.4.09) spricht sich die Münchner Stadträtin Mechthild von Walter aus. Die FDP-Initiative sei 'ein Angriff auf christliche Traditionen und ein Bruch mit der bayerischenLebensart', so Mechthild v. Walter.


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z