Neue OZ: Kommentar zu Obama / Israel
ID: 838868
Der Auftritt Barack Obamas bei seiner ersten Israel-Reise als
US-Präsident wirkt wie ein Eingeständnis, dass seine Nahost-Politik
gescheitert ist. Er komme, um zuzuhören, hatte er vorher Erwartungen
gedämpft, und damit zugegeben, dass er dem Konflikt zwischen Israelis
und Palästinensern konzeptlos gegenübersteht. Deshalb kann Israels
Premier Benjamin Netanjahu leichtfertig einmal mehr beteuern, sein
Land wolle Frieden mit den Palästinensern. Dass Obama von ihm endlich
einen praktischen Beweis der Willensbekundung fordert, muss er
schließlich nicht befürchten. Wie bitter schmecken Netanjahus Worte
angesichts des ungebremsten israelischen Siedlungsbaus auf jenem
Gebiet, das einmal einen Palästinenser-Staat bilden soll. Der echte
Wunsch nach Aussöhnung verbirgt sich nicht dahinter.
Ein Lichtblick wäre es, würde Obama diese Scheinheiligkeit
entlarven und Bewegung in den festgefahrenen Konflikt bringen.
Stattdessen äußert er Floskeln über unzerstörbare Freundschaft und
die Notwendigkeit von Frieden. Diese Einfallslosigkeit schmerzt umso
mehr nach seiner vollmundigen Rede von Kairo vor fast vier Jahren,
als Obama in der arabischen Welt enorme Hoffnungen weckte. Weil er
damals so viel in Aussicht stellte, ist die Enttäuschung auf
palästinensischer Seite riesig. Spottlieder auf Obama zeigen die Wut
und die Resignation der Palästinenser. Ihre Sache kommt keinen
Schritt voran.
Franziska Holthaus
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.03.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 838868
Anzahl Zeichen: 1766
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 215 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Obama / Israel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer fordert das Ende der 35-Stunden-Woche in der kriselnden deutschen Autoindustrie. "Das Problem der hohen Produktionskosten könnte man zumindest teilweise lösen, indem VW die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wieder einführt. So wie es gerade bei Mercedes d
"Discounter"-Star Klara Lange über ihre Kurierdienstzeit: "Manche wollten nur eine Banane" / Schauspielerin erlebte kuriose Bestellungen in wohlhabenden Hamburger Wohnvierteln ...
Eine Banane oder eine Flasche Wasser - mehr landete nach den Worten von Schauspielerin Klara Lange bei manchen Lieferdienst-Bestellungen in wohlhabenden Hamburger Wohnvierteln nicht im Einkaufskorb. "Die Leute wollten testen, ob wir wirklich so schnell da sind", sagte die 28-Jährige der &
Sparpläne von VW: Linken-Chef kritisiert "profitgierige Konzernspitze" / Luigi Pantisano vor VW-Aufsichtsratssitzung: "Management kennt keine Verantwortung" ...
Vor der Sitzung des VW-Aufsichtsrates zur Entscheidung über die geplanten Werksschließungen kritisiert Luigi Pantisano den Konzernvorstand. "Die Beschäftigten sind wütend und das zurecht. Sie erwirtschaften die Gewinne, die VW immer noch täglich einfährt", sagte der Vorsitzende der L
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Soziales / Rente ...
Dumm gelaufen Ausgerechnet im Jahr der Bundestagswahl fallen der Koalition die Berechnungen im Rentensystem auf die Füße. Wenn die 16 Millionen Ruheständler im Westen diesen Sommer ihre Rentenbescheide erhalten, müssen sie nur zwei Monate vor dem Urnengang erkennen, dass sie dieses Jahr
Neue OZ: Kommentar zu Atom / Endlager / Gorleben ...
Chance nutzen Stefan Wenzel hat eine undankbare Aufgabe geerbt. Mit seinem Amtsantritt als niedersächsischer Umweltminister ist er zum Mitverwalter eines Monstrums geworden, gegen das er jahrelang gekämpft hat. Der Streit um das potenzielle Atommüll-Endlager Gorleben hat die Nation gespal
Neue OZ: Kommentar zu Zypern ...
Am längeren Hebel Die Euro-Partner sind offenbar fest entschlossen, an Zypern ein Exempel zu statuieren. Eisern halten sie an ihrer Forderung fest, das Land müsse einen Eigenanteil zum geplanten Rettungspaket beisteuern. Gut so. Wer Hilfe erwartet, der muss auch bereit sein, Gegenleistungen
Neue OZ: Kommentar zu Vatikan / Kirchen / Papst ...
Papst Franziskus und die Macht Wohltuend volksnah präsentierte sich das 266. Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche auch bei seinem offiziellen Amtsantritt in Rom. Es ist ein schwieriger Spagat, den Papst Franziskus zu bewältigen hat. Jede Äußerung und jede Äußerlichkeit werden reg




