BPI: Nach Akteneinsicht: BPI widerspricht Bewertung des BMG zur Fortsetzung des Preismoratoriums

BPI: Nach Akteneinsicht: BPI widerspricht Bewertung des BMG zur Fortsetzung des Preismoratoriums

ID: 839371
(ots) - Die Aufrechterhaltung der Zwangsmaßnahmen zulasten
der pharmazeutischen Industrie ist ungerechtfertigt und ihre
Begründung nicht tragfähig. Das bekräftigt der Bundesverband der
Pharmazeutischen Industrie (BPI), nachdem er Auskunftsanspruch nach
dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) geltend gemacht und die für die
Entscheidung maßgeblichen Akten im Bundesgesundheitsministerium (BMG)
gesichtet hat. Besonders fragwürdig erscheint aus Verbandssicht die
Begründung, die Belastungen der Hersteller seien für diese
verhältnismäßig gering, da sie ihre Umsätze vor allem im Ausland
erzielten. "Diese Bewertung verkennt die Struktur der
pharmazeutischen Industrie in Deutschland", sagt
BPI-Vorstandsvorsitzender Dr. Bernd Wegener. "Die Branche besteht
weit überwiegend aus standortgebundenen, mittelständischen
Unternehmen, die ihre Umsätze primär in Deutschland erzielen und
erheblich von den Zwangsmaßnahmen betroffen sind. Dass das BMG das
anders sieht, wundert nicht, denn es bezieht sich in diesem Teil
seiner Analyse nur auf die 14 umsatzstärksten, global tätigen
Unternehmen, die ihr Hauptgeschäft in der Tat häufig nicht in
Deutschland betreiben. Zynisch ist der Hinweis, es habe bisher kaum
Anträge auf Befreiung vom Zwangsrabatt wegen schwieriger
wirtschaftlicher Lage gegeben. Müssen mittelständische Hersteller
etwa erst in die Insolvenz schlittern, bevor das BMG in den
Zwangsmaßnahmen eine unzumutbare Belastung sieht?", so Wegener.

Das Bundesgesundheitsministerium stützt sich in seiner Begründung
zur Aufrechterhaltung der Zwangsmaßnahmen offenbar ausschließlich auf
interne Vermerke, externe Gutachten wurden dem BPI nicht vorgelegt.
Eine aktuelle Analyse von IMS Health zu den Belastungen der
Pharmaindustrie durch die Zwangsabschläge kommt zu einem
differenzierteren Bild als das Ministerium. Rund 60 Prozent des


Zwangsabschlagsvolumens werden von den Herstellern jenseits der "TOP
10" getragen. Ein Blick auf die BPI-Mitglieder, die einen guten
Querschnitt der stark mittelständisch geprägten Struktur der
pharmazeutischen Industrie in Deutschland abbilden, zeigt, dass diese
Gruppe unter Berücksichtigung des GKV-Umsatzanteils einen leicht
überproportionalen Anteil an den Zwangsabschlägen aufweist. Für den
BPI-Vorstandsvorsitzenden ist das letzte Wort in Sachen
Zwangsmaßnahmen auf jeden Fall noch lange nicht gesprochen: "Auch
unabhängig von möglichen wirtschaftlichen Folgen ist die
Aufrechterhaltung der Zwangsmaßnahmen durch das BMG rechtswidrig.
Immerhin waren die Zwangsmaßnahmen krisenbedingt eingeführt worden,
um den Gesundheitsfonds zu entlasten. Heute ist die Krise in
Deutschland längst überstanden und die Gesetzliche
Krankenversicherung häuft Milliardenüberschüsse an, während wir
unverändert zur Kasse gebeten werden", so Wegener. "Wir werden
gegenüber dem BMG weiter den Finger auf die Wunde legen und uns nicht
mit holzschnittartigen Analysen und internen Einschätzungen zufrieden
geben. Die Zwangsmaßnahmen gehören endlich abgeschafft, denn mit den
Kassendefiziten ist ihre Voraussetzung entfallen!"



Pressekontakt:
Joachim Odenbach
Tel. 030/27909-131
jodenbach@bpi.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Zehn Teeregeln - so einfach geht es BPI: Dringender Handlungsbedarf BPI-Positionen zum Wahljahr 2013
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.03.2013 - 12:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 839371
Anzahl Zeichen: 3502

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 182 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BPI: Nach Akteneinsicht: BPI widerspricht Bewertung des BMG zur Fortsetzung des Preismoratoriums"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Ursachen beseitigen statt Symptome behandeln ...
Der Deutsche Bundestag hat heute das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verabschiedet. Dazu erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Oliver Kirst: "Mit der heutigen Entscheidung bleibt die Gesundheitspolitik in der Sackgasse stecken. Sie setzt weiter

Änderungsanträge: Auf dem Weg zu einem Anti-Standort-Gesetz ...
"Die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen sind drauf und dran, ein Anti-Standort-Gesetz zu verabschieden." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), Dr. Kai Joachimsen, die Änderungsanträge zum so gena

KARL muss "Chefinnen-Sache" werden - BPI fordert konsistente EU-Pharmapolitik ...
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgefordert, das Thema Kommunale Abwasserrichtlinie (KARL) zur "Chefinnen-Sache" zu machen. "Wenn 16 EU-Mitgliedstaaten ihre Bedenken wegen der zu erwartenden Kosten bei KARL ä


Weitere Mitteilungen von BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie


BPI: Dringender Handlungsbedarf BPI-Positionen zum Wahljahr 2013 ...
Für die Sicherstellung der hochwertigen Versorgung mit Arzneimitteln wird die nächste Bundesregierung wesentliche Änderungen durchführen müssen. Nach Überzeugung des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Bereich

Danke für Ihren Besuch! Intensive Fachgespräche an der MedTec Europe ...
Die MedTec Europe (26. - 28.2.13) zog auch dieses Jahr wieder zahlreiche Fachbesucher an. In den angegliederten interaktiven Konferenz- und Innovationsforen konnte sich das Publikum intensiv mit den aktuellen Themen und Trends der Medizintechnik auseinandersetzen. Ergiebige Fachgespräche in spannen

Der Zulassungsantrag von Piramal Imaging für [18F]-Florbetaben zum Nachweis amyloider Plaques bei der Alzheimer-Erkrankung wurde von FDA und EMA angenommen ...
Piramal Imaging SA, ein Tochterunternehmen von Piramal Enterprises, informierte heute darüber, dass der Zulassungsantrag für [18F]-Florbetaben zur Amyloid-PET-Bildgebung von der amerikanischen und europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde angenommen wurde. Mit der Einreichung einer New D

Experten-Kommentar: "Die neue Realität im Gesundheitswesen" ...
München, 21.03.2013 - Die Kosten-Nutzen-Evaluierung von Arzneimitteln ist zurzeit ein viel diskutiertes Thema. Trotz der stetigen Veränderung und wachsenden Komplexität in dieser Branche sind Investitionen im Health&Care(H&C)-Markt noch immer äußerst attraktiv. Welche Faktoren den Erfol


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z