Weser-Kurier: Aus der Not geboren - der Weser-Kurier (Bremen) zum israelisch-türkischen Verhältnis
ID: 840942
früheren Partner Türkei und Israel wieder einander an. Die auf Druck
der USA zustandegekommene Entschuldigung des israelischen Premiers
Benjamin Netanjahu wegen des Todes der türkischen Gaza-Aktivisten vor
drei Jahren räumt ein Hindernis für den Neubeginn der Zusammenarbeit
der beiden Staaten aus dem Weg. Dazu war der ganze Einsatz der
Weltmacht USA notwendig: Die Streithähne selbst wären wohl kaum in
der Lage gewesen, das Schiff ihrer Beziehungen wieder flott zu
machen. Die überraschende Wende zeigt aber nicht nur, dass die sonst
im Nahen Osten so passive US-Regierung in der Region durchaus etwas
bewegen kann, wenn sie es wirklich will. Das persönliche Eingreifen
von US-Präsident Barack Obama in den türkisch-israelischen Streit
macht auch deutlich, wie gefährlich die Lage geworden ist. Nur die
Einsicht, dass die Krisenherde in Syrien oder Iran womöglich schon
bald explodieren könnten, veranlassten die USA dazu, sich mit dem
Zwist zwischen ihren beiden wichtigsten Verbündeten in der Gegend zu
befassen. In Syrien, einem direkten Nachbarn der Türkei und Israels,
wächst der Einfluss islamistischer Extremisten im Bürgerkrieg gegen
die Regierung von Baschar al-Assad. Nebenan im Libanon droht nach dem
Rücktritt der Regierung eine neue Krise, und auch weiter östlich im
Irak nimmt die Gewalt zehn Jahre nach dem Sturz des Diktators Saddam
Hussein wieder zu. Ägypten kommt ebenfalls nicht zur Ruhe. Und auch
der Streit um das iranische Atomprogramm brodelt weiter. Obamas
Regierung hat erst kürzlich erneut betont, dass ein militärisches
Eingreifen durchaus zu den realistischen Optionen gehört. All das
macht die Lage vor allem für Israel gefährlich, denn in den
vergangenen Jahren ist der jüdische Staat immer mehr in die Isolation
geraten. Eine Reparatur der Beziehungen zur Türkei könnte das
schlagartig ändern, denn Ankara verfügt über viel Einfluss in der
islamischen Welt. Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan ist -
nicht zuletzt wegen seiner harten Haltung gegenüber Israel - in
arabischen Ländern sehr populär. Wenn sich jemand wie er mit
Netanjahu einigen kann, ist das indirekt auch gut für Israel. Der
entscheidende Anruf bei Erdogan mag für Netanjahu persönlich bitter
gewesen sein. Angesichts der bedrohlichen Lage in der Weltregion war
es aber ein Schritt im Interesse Israels.
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Datum: 24.03.2013 - 19:47 Uhr
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