Weser-Kurier: Zur Flexstrom-Pleite schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe

Weser-Kurier: Zur Flexstrom-Pleite schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 13. April 2013:

ID: 852352
(ots) - Um den Wettbewerb im Strommarkt ist es nicht
besonders gut bestellt. Zu wenige Verbraucher nutzen die Möglichkeit,
ihren Anbieter zu wechseln. Dabei würde es dem Wettbewerb in diesem
Markt nur gut tun, wenn mehr Bewegung hineinkäme. Trotz seit Jahren
sinkender Preise an den Strombörsen gibt die Branche das nicht an die
Kunden weiter. Nicht zuletzt deshalb werben Verbraucherzentralen und
Politiker gebetsmühlenartig für den Anbieterwechsel. Und jetzt das.
Schon bei der Pleite von Teldafax vor zwei Jahren war das Vertrauen
der Verbraucher erschüttert, jetzt folgt Flexstrom. Das wird
diejenigen bestätigen, die lieber bei ihrem angestammten Versorger
bleiben. Ob aus Bequemlichkeit oder Misstrauen spielt dabei keine
Rolle. Trotzdem bleibt es der falsche Weg. Der Strommarkt braucht
mehr Wettbewerb und dazu müssen die Verbraucher beitragen. Das ist
unproblematisch, wenn sie einige Spielregeln beachten. Beispielsweise
sollte man sich genau überlegen, wie weit im voraus man Zahlungen
leistet. Es ist verlockend, besonders günstige Strompreise zu
bekommen, weil man viele Monate im voraus bezahlt. Aber es ist eben
auch ein größeres Risiko. Im Falle einer Pleite dürfte das Geld weg
sein. Viele Namen von Anbietern sagen dem Kunden außerdem nichts. Da
bleibt nichts anderes übrig, als einige Informationen einzuholen.
Ohne Strom wird übrigens im Falle der Pleite kein Verbraucher
dastehen. Der örtliche Versorger ist verpflichtet, einzubringen, wenn
ein anderer Anbieter ausfällt - allerdings zum teuren
Grundversorgungstarif.



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Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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Datum: 12.04.2013 - 20:39 Uhr
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