Neue OZ: Kommentar zu Museen
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Bewegliche Bausteine statt starrer Zeitschiene: Das Frankfurter
Museum für Angewandte Kunst macht Ernst, auch stellvertretend für
andere Museen. Denn alle Hüter der Museumsschätze wissen seit Jahren,
dass die gute, alte Sammlungspräsentation zuweilen wirkt, als wäre
sie aus der Zeit gefallen. Reform ist dringend gefragt. Das
Frankfurter Haus hat sie jetzt umgesetzt. Bravo.
Traditionalisten unter den Kuratoren werden bemäkeln, dass dieser
Wandel der allgemeinen Sucht nach Events und damit zweifelhaftem
Zeitgeist geschuldet ist. Damit liegen sie nur in einem Punkt
richtig. Die nach Epochen und Stilen aufgereihten
Sammlungspräsentationen begeistern immer weniger Besucher. Allein
Wechselausstellungen, möglichst mit spannenden Themen und
sensationellen Exponaten, sorgen für Betrieb in den Museumssälen.
Doch das Problem reicht tiefer. Immer weniger Besucher können
etwas mit den Ordnungskategorien anfangen, denen viele Sammlungen
noch immer folgen. Gefragt sind neue Fragestellungen. Findige
Kuratoren setzen ihre Sammlungen in Bewegung. Nur damit werden sie
wohl auch in Zukunft spannend bleiben.
Stefan Lüddemann
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Datum: 21.04.2013 - 22:00 Uhr
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Kategorie:
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