Musiker kämpfen um ihre Existenzgrundlage
ID: 858275
Gründung der ersten Musiker-Initiative für ein starkes
Urheberrecht in Deutschland / Protestaktion gegen Gesetzesvorhaben
zur Aufweichung des Urheberrechts geplant / Musiker verlangen mehr
Respekt für ihre Arbeit
Deutsche Musikerinnen und Musiker wehren sich zum ersten Mal
gemeinschaftlich gegen die illegale Verbreitung von Musik im Internet
und die Aufweichung des Urheberrechts. Sie haben sich zur Initiative
"Don't Fuck With Music" zusammengeschlossen. Weitere Unterstützer
sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen. In einem im
Internet veröffentlichten Manifest fordern die Initiatoren Musikfans
und Politiker dazu auf, die Werke Musikschaffender mit mehr Respekt
zu behandeln und die Urheberrechte nicht zu entwerten, sondern zu
stärken.
"Das Internet bietet den Künstlern mit seinen zahlreichen
Musikportalen und sozialen Netzwerken eine große Bühne. Doch die
illegale Musikverbreitung schadet freischaffenden Musikerinnen und
Musikern enorm. Sollte jetzt, wie von der Bundesregierung geplant,
auch noch der Schutz des Urheberrechts beschnitten werden, beraubt
man die Musiker ihrer Existenzgrundlage. Musik braucht Schutz",
erklärt der Sprecher der Initiative, Dirk Wilberg, die Beweggründe
für die Aktion.
Die Initiatoren bitten in ihrem Manifest ihre Fans um Verständnis
für ihre Position. Es koste viel Geld und Zeit, Musik zu schreiben,
zu produzieren und aufzunehmen. Währenddessen haben Musiker kein
Einkommen durch Jobs oder Konzerte. Von Politikern fordern die
Musiker, Dateihoster und Filesharer in die Pflicht zu nehmen. Wer vom
Musikkopieren finanziell profitiere, müsse die Musiker und ihre
Partner am Gewinn beteiligen. Zehntausende Jobs seien vom
Funktionieren eines digitalen Musikmarktes unmittelbar oder mittelbar
abhängig.
Die Initiative wird mit öffentlichen Aktionen auf ihre Forderungen
aufmerksam machen. Eine erste Aktion ist für diese Woche geplant. Der
Rechtsausschuss des Bundestages berät dann über das "Gesetz gegen
unseriöse Geschäftspraktiken".
"Die Musiker und ihre Partner, die sich gegen den Missbrauch ihrer
Musik wehren, werden vom Gesetzgeber als "unseriös" bezeichnet. Uns
wird jede Verteidigungsmöglichkeit genommen, weil sie praktisch nicht
mehr finanzierbar ist. Damit stehen wir schutzlos da. Musikerinnen
und Musiker sind auf ein starkes Urheberrecht und seine verlässliche
Durchsetzung angewiesen", so Wilberg.
Das Manifest und seine Unterzeichner sind auf der Website
www.dontfuckwithmusic.de zu finden. In den kommenden Wochen und
Monaten sollen weitere Unterstützer hinzukommen. Wilberg: "Bisher
scheuen die Künstler davor zurück, öffentlich für ihre Rechte
einzutreten, aus Angst, sie könnten als uncool gelten. Das ist aber
der falsche Weg, denn die illegale Verbreitung von Musik schadet der
Musik und den Musikern. Dagegen müssen wir uns wehren! Ich möchte
alle ermuntern, das Manifest auf unserer Website zu unterzeichnen."
Mit einer Facebook-Fanpage (www.facebook.com/dontfxxkwithmusic)
treten die Initiatoren mit ihren Fans in Dialog und werben für ihre
Positionen.
Pressekontakt:
Don't Fuck With Music - Eine Initiative zum Schutz der Musik
Dirk Wilberg
Tel.: 040 / 4320846-0
Fax: 040 / 4320846-16
Mail: presse@dontfuckwithmusic.de
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Datum: 23.04.2013 - 07:03 Uhr
Sprache: Deutsch
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