Taiwans Präsident Ma bekräftigt Legalität der Koo-Wang Gespräche
ID: 868044
Während eines Empfangs in Taipei City, anlässlich des 20. Jubiläums des SEF – ARATS Gipfels, bekräftigte der Präsident der Republik China (Taiwan), Ma Ying-jeou, dass die institutionalisierten Gespräche von 1993, zwischen der taiwanischen „Straits Exchange Foundation“ (SEF) und dem festlandchinesischen Gegenstück der „Association for Relations Across the Taiwan Straits“ (ARATS), den Austausch zwischen Taipeh und Peking in eine neue Ära gebracht haben.
Das Treffen zwischen dem Vorsitzenden der SEF, Koo Chen-fu und dem Vorsitzenden der ARATS, Wang Daohan in Singapur, signalisierten den historischen Anfang einer Kooperation nach 44 Jahren der Separation. Feindseligkeiten und Konfrontationen auf beiden Seiten der Taiwanstraße, wurden ersetzt durch Verhandlungen und Beratungen.
Die wichtigsten Errungenschaften der Koo-Wang Gespräche sind es, pragmatische Diskussionen zu führen und eine gemeinsame Ebene gefunden zu haben, und dabei Meinungsverschiedenheiten beiseite zu schieben.
Das erste autorisierte Treffen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße war ein atemberaubender Erfolg. Koo und Wang schlossen vier technische Abkommen über den Austausch zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße ab.
Präsident Ma betonte, dass diese pragmatische Annäherung in den Beziehungen zwischen Taiwan und Festlandchina, seit seinem Amtsantritt im Mai 2008 weiter gediehen ist. Es wurde auch ermöglicht, dass unter seiner Administration der Status Quo zu beiden Seiten der Taiwanstraße erhalten wurde, basierend auf den Prinzipien von keiner Widervereinigung, keiner Unabhängigkeit und keiner Gewaltanwendung, sowie gemäß der Verfassung der Republik China und dem Konsensus von 1992.
Der Konsensus von 1992 ist ein informelles und mündliches Einverständnis, dass es nur ein China gibt, bestehend aus Taiwan und Festlandchina, wobei beide Seiten übereinkommen, unterschiedliche präzise politische Definitionen zuzulassen. Der Konsensus dient als Grundlage für den Dialog zwischen Taipei und Peking.
Die Beziehungen zwischen Taipei und Peking wurden durch die Fertigstellung von 18 Abkommen – darunter auch das Cross-Straits Economic Cooperation Framework Agreement (ECFA) – vorangetrieben. Die robusten gegenseitigen Wirtschaftsverbindungen werden weiterhin gestärkt, durch die in Aussicht stehenden Abkommen bezüglich Warenhandel und Dienstleistungen.
Der Austausch zwischen den Menschen hat sich enorm erhöht. Es gibt mittlerweile 616 wöchentliche Direktflüge über die Taiwanstraße, mehr als 7 Millionen Besuche von Touristen nach Taiwan und 17,000 Studenten, die jährlich auf die Insel kommen.
Um der Regierungsdevise zu folgen, nachhaltigen Frieden auf beiden Seiten der Taiwanstraße zu erreichen, anerkennt Taiwan mittlerweile 111 festlandchinesische Universitäten. Weiterhin ist für das Ende des Jahres ein 24-monatiges „undergrad degree“ Programm in Taiwan geplant, für Abgänger des Junior College in Festlandchina.
Diese Maßnahmen basieren auf Taiwans Devise das Wohl der Menschen an erste Stelle zu setzen. Die Regierung Taiwans wird weiterhin diesen Ansatz verfolgen und wirtschaftliche Interessen vor politische Interessen setzen, sowie wichtige und leicht zu lösende Angelegenheiten favorisieren.
Wir werden nicht auf „Zwei China“, „ Ein China – Ein Taiwan“ oder Taiwans Unabhängigkeit pochen. Der Austausch zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße ist ein beispielhaftes Vorbild für Ostasien und die Welt – denn er demonstriert eine friedvolle Lösung von Differenzen.
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Datum: 08.05.2013 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Außenpolitik
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Freigabedatum: 08.05.2013
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