4ING nimmt Stellung zum Leuven-Communiqué
4ING nimmt mit großer Befriedigung die in vielen Punkten zu seinen Vorstellungen parallelen Forderungen der europäische Hochschulpolitik zur Kenntnis: 4ING erweist sich damit als kompetenter Partner, der den Bologna-Prozess gestaltend begleitet.
4ING begrüßt den Verweis auf die Bedeutung europäischer Werte, wie akademische Freiheit, institutionelle Selbstbestimmung und Chancengleichheit für alle. Europa ist sich der Wurzeln seines Erfolges bewusst und baut darauf auf.
Die im Communiqué angesprochenen unterschiedlichen Bildungsaufträge unserer Hochschulen werden den breiten gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht. Leuven gibt ein Signal für die Diversität der Hochschulen und die Profilierung der Studiengänge. Gerade in Deutschland sind wir hier über unser Hochschulsystem, das mit Fachhochschulen und Universitäten unterschiedlichen Talenten individuelle Entfaltungsmöglichkeiten bietet, gut gerüstet. 4ING fordert, diese bewährte Struktur aufrechtzuerhalten und auszubauen.
4ING unterstützt die Intention des Leuven-Communiqués, unterrepräsentierten Gruppen Zugang zu Höherer Bildung zu erschließen. 4ING fordert vermehrte und nachhaltige Anstrengungen in schulischen und außerschulischen Bereichen, Angehörige unterrepräsentierter Gruppen an ein Studium der Ingenieurwissenschaften oder der Informatik heranzuführen.
4ING unterstützt das bildungspolitische Ziel, das Bildungssystem durchlässig zu gestalten, was durch geeignete und teilweise noch zu entwickelnde Qualitätssicherungssysteme flankiert werden muss.
4ING unterstützt die Entwicklung moderner Lehr- und Lernmethoden, die neben der unabdingbaren fachlichen Kompetenz zugleich Schlüsselkompetenzen vermitteln und Raum für eigenverantwortliche Lerngestaltung lassen. Curricula sind so flexibel zu gestalten, dass Mobilität zwischen Partneruniversitäten ohne zusätzlichen Zeitaufwand möglich wird. Den Arbeitgebern kommt eine besondere Verantwortung sowohl bei der cocurricularen Ausbildung Studierender, als auch der Einstellung und Einarbeitung von Hochschulabsolventen sowie bei der Förderung des lebenslangen Lernens aller ihrer Beschäftigten zu.
4ING sieht in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik das von der Konferenz formulierte Ziel einer Auslandsphase für mindestens 20% der Studierenden schon heute in einigen unserer Fakultäten deutlich überschritten. Die in 4ING zusammengeschlossenen Fakultäten können ihre Erfahrungen in der Gestaltung der Mobilität in die disziplinübergreifende Diskussion einbringen.
4ING nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass von den im Third Cycle befindlichen Doktoranden ausschließlich als „Young Researchers“ gesprochen wird und ermutigt deutsche Universitäten nachdrücklich, den Third Cycle nicht als Studium, sondern im Einklang mit dem Communiqué von Leuven als erstes Stadium der Berufstätigkeit zu begreifen.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der Dachverein „Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten“ (4ING) vertritt 130 Fakultäten, Fachbereiche und Abteilungen an Universitäten, Technischen Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Diese stellen mehr als 90% des universitären Studienangebotes bereit in den Fächern Bauingenieurwesen, Geodäsie; Maschinenbau, Verfahrenstechnik; Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Informatik.
Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller
Vorsitzender des Dachvereins „Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten“ (4ING) e.V.
Arcisstr. 21
80333 München
Tel.: 089-289-28 348
E-Mail: gerhard.mueller(at)bv.tum.de
Internet: www.4ing.net
Datum: 05.05.2009 - 14:28 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Heike Schmitt
Telefon: 02771-819392
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Politik & Gesellschaft
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Freigabedatum: 05.05.09
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