Westfalenpost: Respekt vor einer Lebensleistung /
Kommentar zu 150 Jahren SPD von Stefan Hans Kläsener
ID: 876349
Geschichte, so stellt man mit Ernüchterung fest: Gerade einmal die
Hälfte davon waren von Demokratie geprägt. Immer mit dabei, und immer
auf Seiten der Demokratie: die SPD. Allein diese historische Leistung
nötigt Respekt ab. Und so können Demokraten, egal welcher Couleur,
heute gar nicht anders, als der SPD für diese Haltung Anerkennung, ja
Bewunderung zu zollen. Was aber ist der historische Beitrag der
Sozialdemokraten zur deutschen Demokratie? Zur Lebensleistung dieser
Partei zählt zweifellos ihre Absage an den Extremismus. Das war dem
Arbeiterverein Ferdinand Lassalles nicht an der Wiege gesungen. Im
Gegenteil: Stets standen erbitterte Gegner der Sozialdemokratie links
von ihr und machten ihr die Straße streitig. Das hält, in
abgemilderter Form, bis heute an. Es erschwert bis heute eine
Mehrheitsbildung links der Mitte und bescherte der SPD deutlich mehr
Oppositions- als Regierungsjahre. Umgekehrt waren Sozialdemokraten
aber an wichtigen Wegmarken der deutschen Demokratiegeschichte
maßgeblich beteiligt. Sie hoben die Weimarer Republik wie die
Bundesrepublik mit aus der Taufe, sie widerstanden eindrucksvoll den
Nazis, sie standen für die Aufweichung der verhärteten Fronten im
Kalten Krieg, sie brachten Sozialreformen auf den Weg, und es war ein
sozialdemokratischer Kanzler, der die Deutschen auch militärisch
wieder in die Weltgemeinschaft integrierte, wie immer man zu
Auslandseinsätzen der Bundeswehr stehen mag. In der Summe war die SPD
vor allem eines: Die Stimme des kleinen Mannes. Wenn diese zu leise
wurde, geriet die soziale Balance unseres Staates aus dem Lot. Daher:
ad multos annos, alte Tante.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.05.2013 - 18:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 876349
Anzahl Zeichen: 1977
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 255 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Respekt vor einer Lebensleistung /
Kommentar zu 150 Jahren SPD von Stefan Hans Kläsener"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
WAZ: Signal gegen die Rockermacht - Kommentar von Dietmar Seher ...
Ausnahmezustand. Hunderte Polizisten, die die City abriegeln. Jedes Fahrzeug, das in die Sperrzone will, wird kontrolliert. Einsatzkommandos halten 200 Bandidos und Hells Angels in Schach. Was Mülheim am Dienstagabend erlebte, wird die Stadt nicht so schnell vergessen: Erstmals seit Langem ist d
RNZ: Die SPD kann kaum von ihrer Tradition profitieren ...
Realistisch betrachtet, hat die reine Lehre die SPD meist von der Macht ferngehalten. Erst als sie sich zur Mitte öffnete - mit dem Godesberger Programm, mit Willy Brandt, mit dem Ideologien verachtenden Pragmatiker Helmut Schmidt, mit dem wendigen Gerhard Schröder -, erst da kam sie in die Lag
Beck: "Lohnt sich zu ringen und zu kämpfen" ...
Bonn, 22. Mai 2013 - Der ehemalige SPD-Vorsitzende und frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck ist von den Erfolgschancen seiner Partei bei der Bundestagswahl überzeugt: "Ich sehe überhaupt nicht, dass die Chancen nicht noch da wären. Wenn Sie den Swing angucken, und dar
Ulla Jelpke: Friedrich will zementieren statt diskutieren ...
"Der Innenminister will die fällige Diskussion um den Verfassungsschutz abwürgen und im Hauruckverfahren seine Vorstellungen durchsetzen, um beim Inlandsgeheimdienst zu retten, was nicht zu retten ist", erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, nachd




