NABU : Mehr Elektroautos nur mit strengeren Verbrauchsvorgaben für Neuwagen
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stattfindenden Internationalen Konferenz "Elektromobilität bewegt
weltweit" fordert der NABU die Bundesregierung auf, sich in Brüssel
für strenge CO2-Grenzwerte einzusetzen. Nur so lasse sich der Verkauf
von E-Fahrzeugen insgesamt ankurbeln. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif
Miller: "Wer künftig einen nennenswerten Anteil an Elektroautos auf
unseren Straßen sehen möchte, sollte nicht über Kaufprämien
nachdenken, sondern sich auf europäischer Ebene für ambitionierte
Grenzwerte bei Neuwagen einsetzen." Die Festlegung niedriger
Emissionshöchstmengen sei ein effektives und zugleich kostenneutrales
Instrument zur Förderung von Elektromobilität, das nicht über
Steuermittel finanziert werden müsse.
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: "Sobald der gesetzlich
vorgeschriebene CO2-Ausstoß bei Neufahrzeugen unter einen Wert von 70
g je Kilometer sinkt, ist nach Angaben des Forschungsinstituts
Ricardo-AEA mit einer Zunahme an E-Fahrzeugen, etwa den sogenannten
Plug-In-Hybriden, zu rechnen." Der Grund: Vor allem große und schwere
Fahrzeuge könnten mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren allein die
niedrigen Grenzwerte nicht mehr erreichen und seien deshalb darauf
angewiesen, dass ein Teil der benötigten Antriebsenergie aus
erneuerbaren Energien kommt. "Die Grenzwert-Verordnung ist das
wichtigste klimapolitische Gesetz im Verkehrsbereich der kommenden 15
Jahre. Wir fordern daher die Bundesregierung und insbesondere
Kanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier auf, ihrer
Verantwortung gerecht zu werden und sich im aktuellen
Gesetzgebungsprozess gegen jede weitere Aufweichung des
vorgeschlagenen Grenzwertes von 95 g/km im Jahr 2020 auszusprechen."
Zudem müsse die deutsche Regierung ihre Blockadehaltung gegen ein
Klimaschutzziel für das Jahr 2025 aufgeben. Der NABU fordert einen
Durchschnittswert von 60 g CO2 je Kilometer für Autos, die ab diesem
Zeitpunkt zugelassen werden. Gerade die Einführung eines solchen
langfristigen Zieles setze entscheidende Impulse zur
Produktentwicklung im Bereich der Elektromobilität.
"Nur wenn der Autoindustrie heute schon aufgezeigt wird, wohin die
Reise beim CO2-Ausstoß der Autos geht, wird sie in die Entwicklung
von Elektroautos investieren. Von alleine werden die Autobauer ihr
Geschäftsmodell nicht korrigieren, sondern weiter verbrauchsstarke
Verbrennungsmotoren auf den Markt bringen, die das Klima stärker
belasten als nötig", so Oeliger.
Im Internet zu finden unter http://www.nabu.de/themen/verkehr/
Originaltext vom NABU
Pressekontakt:
Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte, Tel. 030.284984-1613 oder
0172.9201823 (vor Ort bei der Konferenz erreichbar)
NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, -1952
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: Presse@NABU.de
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Datum: 27.05.2013 - 10:13 Uhr
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