CCS - grüne Kohle fördern, nicht verhindern
ID: 88132
CCS - grüne Kohle fördern, nicht verhindern
Kohle als notwendigen Energieträger akzeptieren
Der Entwurf der Bundesregierung ist eine gute Grundlage für die Beratungen im Bundestag. Damit CCS dem Klima nutzt und in Deutschland Arbeitsplätze schafft, darf das Gesetz jedoch nicht schärfere Regelungen beinhalten, als die EU-Richtlinie vorsieht. Das heißt beispielsweise, dass die Verantwortung für die Lagerstätten, wie in allen anderen Mitgliedsstaaten auch, 20 Jahre nach Stilllegung des Speichers an den Staat übergeht. Eine Übergabe erst nach 30 oder gar mehr Jahren würde unsere Unternehmen im europäischen Vergleich erheblich benachteiligen. Auch bei der Haftungs- und der Deckungsvorsorge muss der Bundestag Regelungen finden, die CCS ermöglichen und nicht verhindern.
Bei dem absehbaren Versuch einiger SPD-Politiker, das CCS-Gesetz in ein CCS-Verhinderungsgesetz umzuwandeln, wird die Union nicht mitmachen. Wenn die SPD aus der Kernenergie und der Kohle zeitgleich aussteigen will, muss sie sich fragen lassen, wie die Energieversorgung gesichert werden soll. Durch Gaskraftwerke, die die Abhängigkeit von Russland erhöhen? Das ist nicht im Interesse Deutschlands und hilft auch nicht dem Klima.
Die globalen CO2-Emissionen steigen dabei ungebremst weiter. Täglich kommen über eine Million Tonnen hinzu. Allein China nimmt pro Woche ein Kohlekraftwerk mit 1.000 Megawatt ans Netz. Anders ist der riesige Energiehunger des Milliardenvolkes kaum zu stillen.
Aber der CO2-Ausstoß ist eine starke Belastung für das Weltklima. Singuläre Maßnahmen zum Klimaschutz durch Deutschland und Europa sind bisher nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ob man es wahrhaben will oder nicht, Kohle wird bei der Energieversorgung in den nächsten Jahrzehnten weltweit eine wichtige Rolle spielen. In Deutschland ist Kohle ein heimischer Energieträger, der noch mindestens 200 Jahre zur Verfügung steht.
Durch die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid besteht die Chance, Kohlekraftwerke klimafreundlich zu betreiben. Allerdings steckt die CCS-Technik noch in den Kinderschuhen. Die Staats- und Regierungschefs der EU haben auf dem Umweltgipfel im Dezember 2008 deshalb beschlossen, die CCS-Speichertechnologie mit Abgaszertifikaten im Gegenwert zwischen sechs bis neun Milliarden Euro zu fördern. Bis 2015 sollen zwölf Demonstrationsvorhaben für die CO2-Abscheidung und Speicherung aus der Kohleverstromung in Europa errichtet werden, drei davon in Deutschland. Die heimische Energieindustrie ist zudem bereit, erhebliche Summen in diese Technik zu investieren. Das einzige, das bisher fehlt, ist ein verlässlicher nationaler Rechtsrahmen für die Abscheidung, den Transport und die Speicherung des Kohlendioxids.
Nur indem der Gesetzgeber CCS ermöglicht und nicht verhindert, kann Deutschland die vorgegebenen Klimaschutzziele erreichen und bei der zukunftsträchtigen und weltweit nachgefragten CCS-Technologie zum Marktführer werden. Die SPD sollte zu einer verantwortungsvollen Energiepolitik stehen und Kohle als notwendigen Energieträger akzeptieren. CCS ist die Chance, Kohle grün zu machen.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1,
11011 Berlin
mailto:fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.05.2009 - 10:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 88132
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 359 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"CCS - grüne Kohle fördern, nicht verhindern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU-Fraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitergehendende Datensammlung ist kontraproduktiv Der Bundesrat stimmt am morgigen Freitag über das vom Bundestag beschlossene 16. Arzneimittelgesetz ab. Das Gesetz dient der Optimierung und Senkung des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Dazu erklären der Vorsitzende der AG Er
Markttransparenzstelle ...
Ein kleiner Schritt für die Politik, ein großer Schritt für die Verbraucher Der Deutsche Bundestag beschließt am heutigen Donnerstag die Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Mit der Verordnung wird die Marktbeobachtung im Kraftstoffbereich konkretisiert sowie die Transpar
?Tag des Waldes? im Zeichen der Nachhaltigkeit ...
Nicht mehr Holz schlagen als nachwächst Der 21. März ist traditionell der "Tag des Waldes". Ihn hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen. Dazu erklären der V
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU-Fraktion
KOCH-MEHRIN: Tschechische Zustimmung zum Lissabonvertrag ist wichtiger Schritt ...
urg/Berlin. Zur Zustimmung des tschechischen Senats zum Vertrag von Lissabon erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), Vorsitzende der FDP im Europaparlament und Spitzenkandidatin zur Europawahl, DR. SILVANA KOCH-MEHRIN: ?Die Zu
Bundeskanzlerin Angela Merkel sandte dem gewählten Präsidenten der Republik Südafrika, Jacob Gedleyihlekisa Zuma, folgendes Glückwunschschreiben: ...
Sehr geehrter Herr Präsident, zu Ihrer Wahl zum Präsidenten der Republik Südafrika übermittle ich Ihnen meine besten Glückwünsche. Der friedliche und faire Verlauf der Parlamentswahlen unterstreicht die beachtliche demokratische Entwicklung in Ihrem Land. Nur 15 Jahre nach Ende der Aparthei
DLV-BewegungsCamps starten in Ulm ...
Am 14. Mai ist es soweit. Auf dem Ulmer Münsterplatz startet die diesjährige Tour der DLV-BewegungsCamps, die bis zum 16. September wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche mit Begeisterung in Bewegung bringen wird. 1.200 Jugendliche werden zur ersten Station der Tour 2009, die der Deutsche Leicht
Medienarbeit mit grünen PS ? Zero Motorcycles gibt mit Maisberger Gas ...
München, 6. Mai 2009 ? Zero Motorcycles, führender Hersteller von Elektromotorrädern aus Santa Cruz, USA, setzt seit April auf die Kommunikationsexperten der Münchner PR-Agentur Maisberger. Ziel der Zusammenarbeit ist, die Wahrnehmung von Zero Motorcycles auf dem deutschen Markt zu stärken. Mai




