Rupprecht/Hübinger: Mehr Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung gefordert
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über einen Antrag der christlich-liberalen Koalition, mit dem der
erfolgreiche Einsatz des Bundes für die Chancengleichheit von Männern
und Frauen in der Wissenschaft fortgeführt und wichtige neue Impulse
gesetzt werden. Hierzu erklären der bildungspolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht, und die zuständige
Berichterstatterin Anette Hübinger:
Albert Rupprecht: "Bis zur Promotion ist Chancengleichheit
hergestellt: Bei den Studienabschlüssen besteht Gleichstand zwischen
Männern und Frauen, bei den Promotionen beträgt der Frauenanteil noch
44 Prozent. Hieran haben auch Initiativen des Bundes ihren Anteil.
Von den Habilitierten und Professoren indes sind nur ein Fünftel
weiblich. Damit sind wir nicht zufrieden. Hier machen wir Vorschläge
und Angebote für eine Verbesserung. Die Verantwortlichen in den
Hochschulen sind nun gefordert, Dynamik vor Ort zu entfalten: Auch in
der Wissenschaft sind familienfreundliche Arbeitsbedingungen und
planbare Karrierewege keine Frage der Möglichkeiten, sondern des
Willens."
Anette Hübinger: "Mit dem Kaskadenmodell können wir dafür sorgen,
dass sich ein hoher Frauenanteil von unteren Karrierestufen bis nach
oben fortsetzt. Andererseits sorgen wir für praxisgerechte
Rahmenbedingungen, um zukünftig Familie und wissenschaftliche
Karriere noch besser unter einen Hut zu bekommen. Wichtig ist, dass
dieses Maßnahmenbündel unter einer Strategie des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung zusammengeführt wird. Die
Internationalisierungsstrategie des Bundes zeigt deutlich, welche
positiven Wirkungen erzielt werden können. Diese brauchen wir auch in
den kommenden Jahren beim Thema Chancengleichheit von Frauen und
Männern in der deutschen Wissenschafts- und Forschungslandschaft."
Hintergrund: Im "Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs" wird
einmal pro Legislaturperiode die Situation des wissenschaftlichen
Nachwuchses in Deutschland dargestellt. Der Bericht befasst sich
unter anderem mit der Situation von jungen Wissenschaftlerinnen und
Forscherinnen. Er belegt die positive Entwicklung der
Chancengleichheit von Männern und Frauen in Wissenschaft und
Forschung. Zugleich attestiert er einen sinkenden Frauenanteil auf
dem Weg zur Professur und einen Frauenanteil in der Forschung, der
unter EU-Durchschnitt liegt."
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Datum: 06.06.2013 - 14:18 Uhr
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