Neue OZ: Kommentar zu Kulturpolitik
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Kulturentwicklungspläne verdanken sich der Euphorie des Aufbruchs.
Mitte der Siebzigerjahre schien alles machbar. Kultur war auf
Wachstumskurs. Steigende Etats, immer mehr Theater und Museen, eine
goldene Ära? Masse ist nicht gleich Kreativität. Aber nicht nur
deshalb hat sich die Situation komplett verändert. Kulturetats werden
nur noch mit Mühe gehalten. Migration verändert Stadtgesellschaften,
die digitale Medienwende krempelt Formen der Kulturnutzung um. Sind
Kulturentwicklungspläne damit am Ende? Nein. Gerade jetzt sind sie
gefragt, nicht als Masterpläne, sondern als Prozesse, in denen die
heutige Gesellschaft zentrale Fragen beantwortet. Die lauten: Welche
Kultur wollen wir? Wer sind wir?
Stefan Lüddemann
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 14.06.2013 - 22:00 Uhr
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