Neue OZ: Kommentar zu Peter Sloterdijk
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Sprachmächtig mag er sein. Debattentauglich ist er ohnehin. Als
Sinngeber und Politikberater genießt Peter Sloterdijk hingegen einen
eher schillernden Ruf. Mit seinen "Regeln für den Menschenpark"
verstörte der Philosoph ebenso nachhaltig wie mit seiner Absage an
ein Gemeinwesen, das sich aus den Abgaben seiner Mitglieder
finanziert. Ein Philosoph darf mit seinen Thesen polarisieren. So
bringt er den Diskurs voran. Sloterdijk macht regelmäßig mehr als
das. Seine Thesen stören nicht nur den Konsens, sie verstören auch
genau jene Zeitgenossen, die sich aufrichtig um den Zustand des
Gemeinwesens sorgen.
Deshalb muss Sloterdijks Abrechnung mit dem seiner Meinung nach
gescheiterten Projekt Europa wieder mit Vorsicht betrachtet werden.
Natürlich hat der Philosoph recht, wenn er die Politik als
Reparaturbetrieb kritisiert und vor dem Zerfall Europas warnt. Die
Staaten-Gemeinschaft befindet sich in keiner guten Verfassung. So
weit, so richtig. Aber wo bleibt Sloterdijks Analyse, wo sein
Vorschlag zur Gesundung? Er schwelgt in Untergangsfantasien. Mehr
offenbar nicht. Ob es ihm wirklich um Europa geht? Das bleibt
fraglich. Dabei wären Philosophen als Sinngeber gerade jetzt wirklich
gefragt.
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Datum: 16.06.2013 - 22:00 Uhr
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