Neue OZ: Kommentar zu EU/Agrar
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Europas Agrarpolitik wird mit den Beschlüssen der
EU-Landwirtschaftsminister zur Agrarreform nicht nur ein bisschen
grüner, sie wird auch gerechter. Das Brüsseler Bürokratie-Ungetüm
könnte künftig mehr sein als nur ein Umverteilungsladen für die
europäischen Steuermilliarden. Werden die Beschlüsse so umgesetzt wie
verkündet, dann wird mithilfe der Subventionen aktiver als jetzt die
Entwicklung der Landwirtschaft auf dem europäischen Kontinent
gesteuert.
In welche Richtung? Die Marschroute der kommenden Förderperiode
lässt sich wie folgt zusammenfassen: Mehr für die Kleinen, weniger
für die Großen. Mehr Nachhaltigkeit, weniger Raubbau. Das ist der
richtige Weg. Zu Recht betonte Kanzlerin Merkel, dass diese geplante
Art der Steuerung die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung
erhöhen wird.
Man darf getrost anfügen: auch die Akzeptanz der Brüsseler
Bürokratie. Wenn es denn tatsächlich so kommt, dass Flughäfen,
Eisenbahnunternehmen oder Wasserwerke nicht mehr als Empfänger für
Agrarsubventionen infrage kommen. So etwas ist niemandem zu
vermitteln.
Wie nachhaltig die jetzigen Änderungen sein werden, entscheidet
sich aber erst in sieben Jahren, wenn die neue Förderperiode
verhandelt wird. Was jetzt als Erfolg gefeiert wird, ist es nur dann,
wenn die jetzigen Beschlüsse weiterentwickelt werden. Nach der Reform
ist bekanntlich vor der Reform.
Dirk Fisser
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Datum: 26.06.2013 - 22:00 Uhr
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