WAZ: Gehört Kroatien in die Union? Kommentar Contra von Gudrun Büscher
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und voller netter Menschen, aber nicht fit für die Europäische Union.
Erstens: die Geschichte. Noch immer tun sich die Kroaten schwer, die
eigene Rolle im Balkan anzunehmen und den Weg vom Ustasa-Faschismus
zu Tudjmans Nationalismus kritisch aufzuarbeiten. Die Weigerung, den
früheren Geheimdienstler Josip Perkovic an Deutschland auszuliefern,
spricht Bände. Perkovic soll vor 30 Jahren in München die Ermordung
eines regimekritischen Exil-Kroaten organisiert haben. Zweitens: die
Wirtschaft. Die Kroaten haben hart gearbeitet, aber die Schulden des
Landes sind enorm, die Wirtschaftsleistung gering. Jeder fünfte
Kroate ist arbeitslos, unter den jungen Menschen sogar jeder Zweite.
Kroatien kann leicht zum neuen Problemfall für die EU werden, die
sich von der Finanzkrise noch lange nicht erholt hat. Auch die
Aufnahme von Rumänien und Bulgarien kam viel zu früh. Europa braucht
eine Pause.
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Datum: 30.06.2013 - 19:14 Uhr
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