Abbruch ? Software soll Schäden senken, Sicherheit schenken
ID: 903433
Abbruch - Software soll Schäden senken, Sicherheit schenken
DBU fördert das Entwickeln einer Software zur Planungshilfe von Rückbauarbeiten mit 380.400 Euro
Wenn Häuser abgerissen werden, ist das eine staubige, laute und riskante Sache für Mensch und Umwelt. Bisher sei die Höhe der Belastungen durch Lärm, Staub und Erschütterungen nicht ausreichend untersucht, sagt Frank Schultmann, Leiter des Deutsch-Französischen Instituts für Umweltforschung (DFIU) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). "Um den negativen Einfluss auf Mensch und Umwelt zu verringern, wollen wir die Belastungen systematisch erfassen und so umweltfreundliche Methoden entwickeln." In der ersten Phase eines Modellprojekts der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) seien bereits Messungen durchgeführt, sei ein Konzept für eine Datenbank erstellt worden, die aufzeige, welche Maschinen und Schutzmaßnahmen sich für Arbeiten an unterschiedlichen Gebäudetypen eignen. Nun soll eine Software entwickelt werden, die aus den Rohdaten ermittelt, welche Verfahren Belastungen beim jeweiligen Rückbau verringern. "Von dieser Technik könnten Mensch und Umwelt profitieren", sagt DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Die DBU gibt 380.400 Euro.
Belastungen für Mensch und Umwelt derzeit nur teilweise berücksichtigt
"Wir verwenden ganz bewusst den Begriff ?Rückbau?, da es sich beim Abbruch von Gebäuden in Innenstätten mittlerweile um das überwiegende Umkehren des Bauvorgangs handelt und insbesondere das Wiederverwerten von Baustoffen und eine weitere Nutzung der freiwerdenden Fläche berücksichtigt wird", betont Schultmann. Beim Planen von Rückbauarbeiten würden derzeit Belastungen für Mensch und Umwelt, wie Lärm, Staub und Erschütterungen, nur teilweise berücksichtigt. "Es existieren kaum allgemeingültige Daten in diesem Zusammenhang, die eine ganzheitliche Rückbauplanung ermöglichen", sagt Anna Kühlen vom DFIU. "Deshalb messen und analysieren wir die Belastungen an verschiedenen Baustellen während des Rückbaus - unter anderem auch auf dem Gelände der DBU in Osnabrück, auf dem im nächsten Jahr der Neubau der Geschäftsstelle der DBU Naturerbe GmbH errichtet wird. Alle Messergebnisse fließen in eine Datenbank." Untersucht werde auch, wie Umweltbelastungen vermindert und welche Bauteile wiederverwendet werden könnten.
Software soll umweltschonendste Rückbaumaßnahmen ermitteln
"Die sich ständig verschärfenden gesetzlichen und gesellschaftlichen Anforderungen zum Umweltschutz erhöhen auch die Anforderungen an die Qualität der Arbeitsverfahren und -methoden im Rückbau von Hoch- und Tiefbauten", so Schultmann weiter. Die nun zu entwickelnde Software soll die Erfahrungen aus ähnlichen Rückbauprojekten mit ihren gemessenen Daten enthalten, um die umweltschonendste Rückbaumaßnahme für verschiedene Gebäudetypen zu ermitteln und dabei auch auf mögliche Gefahren und Schadstoffe hinweisen.
"Großes Potenzial, mehr Rohstoffe aus Bauteilen wiederzuverwerten"
Brickwedde: "Es ist davon auszugehen, dass Rückbaumaßnahmen und Sanierungen von Altbauten eine immer größere Bedeutung zukommen werden. Das Projekt bietet auch ein großes Potenzial, mehr Rohstoffe aus Bauteilen wiederzuverwerten und so den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu verringern." Kooperationspartner sind das am KIT ansässige Institut für Technologie und Management im Baubetrieb, die Fachgruppe Bauliches Recycling der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus und die Jean Harzheim GmbH Co. KG aus Köln.
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0049-541-96330
Telefax: 0049-541-9633190
Mail: presse@dbu.de
URL: http://www.dbu.de/
PresseKontakt / Agentur:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0049-541-96330
Telefax: 0049-541-9633190
Mail: presse(at)dbu.de
URL: http://www.dbu.de/
Datum: 04.07.2013 - 10:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 903433
Anzahl Zeichen: 4031
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 703 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Abbruch ? Software soll Schäden senken, Sicherheit schenken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Energiewende in Deutschland benötigt "dringend einen neuen Schub", fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Notwendig seien "praxistaugliche Innovationen, die mithilfe digitaler Instrumente und künstlicher Intelligenz (KI) die Wirtschaft ankurbeln, Stromnetze stabilisie
DBU-Stiftungskapital erstmals drei Milliarden Euro/Finanzbilanz 2025 - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Premiere und Rekordwert für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren hat das Stiftungskapital drei Milliarden Euro (https://www.dbu.de/app/uploads/dbu-media-2025-vorwort-jb2025-verwaltung-finanzen.pdf) erreicht. "Die Zahlen zeigen: Die Stiftung h
Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI ...
Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.
Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
SYSTEXX Glasgewebe in DGNB-Navigator aufgenommen ...
Marktschorgast, 4. Juli 2013 - Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die SYSTEXX Comfort 633, SYSTEXX Active SP38 und SYSTEXX Premium 060 als erste Wandbeläge in den "DGNB-Navigator" aufgenommen. Die Online-Datenbank unterstützt Architekten, Planer und Bauherren be
Schönheitsreparaturen in der Mietwohnung - Teil 1 ...
Muss die Mietwohnung beim Auszug renoviert werden und wenn, in welchem Umfang? Diese Frage sorgt oft für reichlich Zündstoff zwischen Mieter und Vermieter - und beschäftigt die Gerichte. Gerade in den letzten Jahren hat der Bundesgerichtshof in zahlreichen Urteilen dabei die Mieterseite gestärkt
Schulterschluss für mehr Wachstum - Hugo Lahme beteiligt sich an AngelEye ...
Ennepetal/Bozen - Die Hugo Lahme GmbH aus Ennepetal hat mit Wirkung vom 28.05.2013 ein Drittel der Gesellschaftsanteile an dem Bozener Unternehmen AngelEye Srl übernommen. AngelEye ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich von Kameraüberwachung im Unterwasserbereich. In Verbindung mit ein
Gartengestaltung in Ratingen ...
Wer einen großen Garten und ein schönes Anwesen hat, der sollte diese nicht verstecken. Gerade jetzt im Sommer, wenn man viel an der Sonne ist und abends länger auf der Terrasse sitzt, möchten Gartenbesitzer ihren Freunden zeigen was sie haben. Für eine professionelle Gartengestaltung in Rating




