Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport / Umweltminister Altmai

Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport / Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz

ID: 906940
(ots) - Greenpeace-Aktivisten sind heute Mittag in Hamburg
auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach
Japan transportieren soll. Vier der Meeresschützer haben sich an den
Schiffstauen des 170 Meter langen Frachters festgemacht. Gleichzeitig
protestieren zehn Umweltschützer in Schlauchbooten am Schiff. "Stoppt
den Handel mit Walfleisch" ist auf Bannern zu lesen. An Bord des
Schiffes der Reederei "Eilbek GmbH & Co. KG" befinden sich sechs
Container mit Finnwalfleisch aus Island. Dieses soll über Deutschland
und Rotterdam nach Japan transportiert werden. "Solange die
Bundesregierung die Durchfuhr von Walfleisch duldet, macht sie sich
mitschuldig an der Jagd auf die bedrohten Finnwale", sagt Iris Menn,
Meeresexpertin von Greenpeace.

"Obwohl Deutschland das internationale Walfang- und Handelsverbot
unterzeichnet hat, schiebt Umweltminister Altmaier die Verantwortung
von sich. Er muss sich um ein gesetzliches Transitverbot bemühen."
Greenpeace fordert eine rechtlich verbindliche Regelung, die den
Transport von Walfleisch über deutsche Häfen generell verbietet. Nach
dem Greenpeace-Protest hatte das Umweltministerium heute Morgen
bekannt gegeben, dass man alle deutschen Häfen gebeten habe, sich
freiwillig zu verpflichten, kein Walfleisch mehr zu transportieren.
"Dies ist ein guter erster Schritt, aber das reicht bei Weitem nicht
aus. Kontrollen oder gar Strafen wären so nicht möglich", sagt Menn.

Erster Schritt des Umweltministers, aber noch kein rechtlich
bindendes Transitverbot

Die Unwirksamkeit für solche freiwilligen Verpflichtungen deutet
sich gerade in den Niederlande an. Dort haben sich die Hafenbehörden
genau zu einer solchen von Altmaier vorgeschlagenen freiwilligen
Verpflichtung bekannt (Stellungnahme: http://bit.ly/120779b). Dass
dies zu wenig ist, zeigt das aktuelle Beispiel: Die sechs Container


mit Finnwalfleisch haben auf dem Weg nach Deutschland trotzdem mit
dem Frachtschiff "Cosco Pride" den Hafen von Rotterdam passieren
können. Die USA zeigen, dass eine rechtlich verbindliche Regelung
möglich ist. In ihrem "Endangered Species Act"
(http://bit.ly/1aagbPg) schließen sie neben dem Import und Export
auch die Durchfuhr durch US-Häfen von allen Arten, die unter dem Act
gelistet sind, aus.

Das Walfleisch, etwa die Menge von zehn Finnwalen, war am Freitag
mit dem Containerschiff "Cosco Pride" im Hamburger Hafen angekommen.
Greenpeace-Aktivisten hatten das Schiff an der Landesgrenze mit
Protestbannern empfangen, in den Hafen begleitet und die Behörden
informiert. Die Zollfahndung hatte die Container daraufhin zunächst
aufgrund fehlender Dokumente und falscher Deklaration beschlagnahmt,
am Dienstag jedoch wieder freigegeben. Island hat sich neben
Norwegen und Japan sowohl vom internationalen Walfang- als auch
-handelsverbot distanziert. In dieser Saison will Island 184 bedrohte
Finnwale erlegen. Da es im Land selbst keine Nachfrage für das
Fleisch gibt, wird es ausschließlich nach Japan exportiert. Da es
auch dort kaum verkauft wird (http://bit.ly/16ajyl5), lagert dort
noch immer Walfleisch aus der letzten Fangsaison.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Meeresexpertin Dr. Iris
Menn, 0171-888 00 23 oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel.
0171-8780 830 (beide vor Ort). Fotomaterial unter 040-30618 376.
Videomaterial vom heutigen Protest und von Finnwalfang Island
(Vorschau: http://youtu.be/3lpnmIHwhPU) unter 0171-8780 830.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  OV: Nur Placebos
Thema: Gesundheitspolitik in Niedersachsen
Von Angelika Hauke Greenpeace-Update: Transport von Walfleisch vorerst gestoppt
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.07.2013 - 12:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 906940
Anzahl Zeichen: 4086

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hamburg



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 358 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport / Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Greenpeace e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein

40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr

Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d


Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.


OV: Nur Placebos Thema: Gesundheitspolitik in Niedersachsen Von Angelika Hauke ...
Nach dem Interview mit Niedersachsens Sozialministerin sind wir so schlau wie vorher. Dass viele Krankenhäuser als Hochrisikopatienten eingestuft werden, ist schon lange bekannt. Außer einem hektischen Krisenmanagement inklusive Klinikschließungen ist nichts passiert. Dass sich die Strukturen

OV: Die Chance nutzen Thema: Die Gülle und das Image der Region Von Giorgio Tzimurtas ...
Südoldenburg hat hart gekämpft: Der Weg vom Armenhaus zur Boom-Region war alles andere als einfach. Als Begleiterscheinung musste Südoldenburg lange ein negatives Image verkraften - wegen mancher Zustände in der Landwirtschaft. Dann hat die Region wieder hart gekämpft, sich ein positives

"Das Königsrecht jedes Staatsbürgers" / Bundestagspräsident Lammert spricht mit www.mitmischen.de über die Bundestagswahl und das Wahlrecht ...
Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat im Gespräch mit mitmischen-Redakteurin Anne Wirth, das Wahlrecht als "Königsrecht jedes Staatsbürgers" bezeichnet. Er erklärte, warum es wichtig ist, zur Wahl zu gehen und warb dafür, dieses Recht auch wahrzunehmen. Eine Wahl

Neue OZ: Gespräch mit Marco Buschmann, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion ...
FDP: SPD hätte Vorratsdatenspeicherung bereits wieder eingeführt Rechtsexperte Buschmann wirft Opposition "Heuchelei" vor - Union muss sich von Datensammlung verabschieden Osnabrück.- Die FDP hat der SPD in der Debatte um die Vorratsdatenspeicherung "Heuchelei" vorg


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z