Neue OZ: Kommentar zu EU-Spielzeugrichtlinie
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Bei Kinderspielzeug hört der Spaß auf: Das gilt ebenso wie für die
Sicherheit von Schwimmspielzeug auch für die Belastung der Produkte
für die Kleinen mit gesundheitsgefährdenden Stoffen. Dass es immer
noch nicht gelungen ist, ihren Verkauf europaweit zu regeln, ist ein
Armutszeugnis. Stattdessen haben die EU-Kommission und die
Bundesregierung einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet: Im Streit um
die in der EU-Spielzeugrichtlinie enthaltenen Grenzwerte für
Schwermetalle hat Berlin Verbraucherministerin Ilse Aigner vor dem
Europäischen Gerichtshof die Erlaubnis erstritten, die bisherigen
nationalen Grenzwerte für Blei, Barium, Arsen, Quecksilber und
Antimon bis zu einer endgültigen Entscheidung zunächst weiter zu
behalten.
Die von den Streithähnen angeführten Fakten sind dabei höchst
widersprüchlich: Pocht Deutschland darauf, die niedrigeren Grenzwerte
bei den Schwermetallen zu haben, behauptet die EU- Kommission genau
das Gleiche. Und so wird eine einheitliche Regelung weiter
hinausgezögert - wie kindisch.
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Datum: 16.07.2013 - 22:00 Uhr
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