(Korrektur: Ex-SPD-Vorsitzender Kurt Beck: "Steinbrück-Berichterstattung nicht objektiv")
ID: 911875
Kurt Beck in der Überschrift.
Der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat im ARD-Politikmagazin
"Panorama" die Berichterstattung über Peer Steinbrück als nicht
objektiv kritisiert. Beck: "Wenn mit gleicher kritischer Elle die
Arbeit der jetzigen Bundesregierung gemessen würde, würde ich sagen:
'In Ordnung, lieber Peer Steinbrück - das musst du dir gefallen
lassen'. Aber wir haben eine Regierung, die nicht regiert. Und das
wird einfach so hingenommen."
Man habe sich auf Seiten vieler Medien offenbar entschlossen, die
Eigenschaften, die man früher an Peer Steinbrück gelobt habe - seine
direkte Sprache und die auch mal impulsive Art, Probleme anzusprechen
- jetzt einfach ins Negative umzudrehen, so Beck in "Panorama".
So bezeichnete er beispielweise die Berichterstattung über das
Kanzlergehalt als "Fallenstellerei": "Nicht dass der Satz oder die
Aussage unwahr ist, aber sie ist so aus dem Zusammenhang gerissen,
und zwar mit Absicht, um Empörung zu erzeugen. Und das nenne ich ein
besonders Maß an Unwahrheit. Denn dann muss jeder Mensch annehmen:
Ja, wenn der Steinbrück Kanzler wird, dann ist ihm das Gehalt zu
niedrig. Und darum ging es in dem Interview wirklich nicht."
Auch die Spekulationen verschiedener Medien, ob der emotionale
Auftritt mit seiner Frau Gertrud auf einer SPD-Veranstaltung im Juni
kalkuliert war oder nicht, kritisierte Beck scharf. "Er hatte ja ein
Stimmversagen aus einer gewissen Ergriffenheit. Und das dann wieder
so runter zu machen, das finde ich einfach eine dümmliche
Umgehensweise mit Menschen. Menschlich ist es ohnehin nicht."
Journalismus müsse frei sein und ganz viele Spielräume haben, so Beck
weiter. "Aber viel Freiheit muss eben auch viel Verantwortung
bedeuten. Und das kann ich nicht immer ausreichend erkennen."
Beck selbst sicherte Steinbrück seine volle Unterstützung zu.
"Alle, die ihn gewählt haben, und ich habe dazugehört, wussten, wie
er ist. Und jetzt stehe ich auch dazu. Man kann nicht jemand ins
Rennen schicken und dann unterwegs sagen: 'Nee, der bewegt die Füße
so komisch'. Ich könnte jetzt auch anfangen rumzukritisieren. Aber
ich habe selber erlebt, wie es ist. Und ich würde es keinem anderen
zumuten."
Kurt Beck hatte als SPD-Vorsitzender im Jahr 2008 starken medialen
und innerparteilichen Gegenwind bekommen, nachdem er einen
Kursschwenk im Umgang mit der Linkspartei angedeutet hatte. Zudem
galt er vielen Hauptstadtjournalisten als "provinziell". Die
Tageszeitung "taz" bezeichnete ihn als "Sargnagel" der SPD, die
"Süddeutsche Zeitung" beobachtete "Becks dynamisches Torkeln", und
für "BILD" war Beck gar "ein König ohne Volk".
"Ich will natürlich einräumen, dass man auch selber Fehler macht.
Das ist ja nicht alles erfunden. Aber es verdichtet sich dann zu
einem Bild, das nicht mehr den ganzen Menschen zeigt. Und so ähnlich
geht es jetzt auch Peer Steinbrück."
Dem Kanzlerkandidaten der SPD rät Beck, so zu bleiben, wie er ist.
"Er darf sich nicht verbiegen. Denn das wäre, glaube ich, das
Schlimmste, so zu sein, wie manche erwarten, dass er sein sollte."
"Panorama": Donnerstag, 18. Juli, 21.45 Uhr, Das Erste Weitere
Informationen zur Sendung finden Sie unter www.Panorama.de.
Pressekontakt:
NDR / Das Erste
Presse und Information
Ralf Pleßmann
Telefon: 040 / 4156 - 2333
Fax: 040 / 4156 - 2199
r.plessmann@ndr.de
http://www.ndr.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.07.2013 - 12:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 911875
Anzahl Zeichen: 3924
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 203 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"(Korrektur: Ex-SPD-Vorsitzender Kurt Beck: "Steinbrück-Berichterstattung nicht objektiv")"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NDR / Das Erste (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Doping erwünscht - damit sorgten die Enhanced Games weltweit für Aufsehen. Gedopte Athleten sollten neue Weltrekorde aufstellen: eine Marketingidee mächtiger Investoren Es geht dabei um die Grenzen des Körpers und um Moral. Die Dokumentation von Ben Wozny blickt hinter die Kulissen eines Systems
11 Helden ist die Doku-Serie mit dem erfolgreichsten Start in der ARD Mediathek ...
Die vierteilige Doku-Serie „Elf Helden – ein Albtraum“ ist die Doku-Serie mit dem erfolgreichsten Start in der ARD Mediathek. Keine andere Doku-Serie (Einzeldokus explizit ausgenommen) hat bisher so schnell eine Million Abrufe pro Folge erreicht. Seit dem 2. Juni ist die bewegende Aufarbeitung
Bjarne Mädel kehrt als „Prange“ zurück – Dreh für Fortsetzung der NDR Komödie von Andreas Altenburg (Buch) und Lars Jessen (Regie) mit Katharina Marie Schubert und Olli Dittrich ...
Ralf Prange ist zurück und steht vor neuen Herausforderungen. In seine Beziehung zu Dörte kehrt der Alltag ein und der Vermieter meldet plötzlich Eigenbedarf an. Gemeinsam mit Nachbar Horst schmiedet Prange Pläne, die unweigerlich ins Desaster führen. Auch für „Prange 2“, der Fortsetzung
Weitere Mitteilungen von NDR / Das Erste
Wissenschaftler zu Arbeitsmarktprogrammen für Flüchtlinge: von der Leyens Politik "konfus" und "nicht nachvollziehbar" ...
Der Umgang des Bundesarbeitsministeriums mit seinen Förderprogrammen für Bleibeberechtigte und Geduldete wird nach Informationen des ARD-Politikmagazins "Panorama" von Wissenschaftlern kritisiert, die diese Programme im Auftrag des Ministeriums evaluiert haben. Ursula von der Leyens Ent
Neue OZ: Neue OZ - Interview mit SPD-Parteichef Sigmar Gabriel ...
SPD-Parteichef: Meyer Werft soll Zusammenarbeit mit Leiharbeitsunternehmen aufkündigen Gabriel: Methoden erinnern an Manchesterkapitalismus - "Arbeitnehmer recht- und schutzlos tätig" Osnabrück.- Nach dem Feuertod zweier rumänischer Werkvertragsarbeiter hat der SPD-Parteivo
Neue OZ: Neue OZ - Interview mit Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender ...
SPD-Chef warnt Merkel in Spionage-Affäre vor Strafanzeigen gegen Kanzleramt Gabriel will Unternehmen zur Daten-Verschlüsselung verpflichten Osnabrück.- SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Spionage-Affäre vorgeworfen, nicht "die Wahrheit
Neue OZ: Kommentar zu Ausbeutung von Arbeitsmigranten ...
Ohne Wenn und Aber Wo hört die Beschäftigung zu harten, aber fairen Bedingungen auf, wo fängt Ausbeutung von Arbeitsmigranten aus Niedriglohnländern an? Das deutsche Recht hilft bei der Beantwortung dieser Frage nur wenig. Für "Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft




