neues deutschland: Nahost
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die Hände, in Paris fährt ein Auto gegen die Tunnelwand und im Kino
beißen Zombies Vorstadtbewohner. Zumindest einer jener Untoten
versucht sich gerade an einem Comeback. Doch auch 13 Jahre nach dem
sicher geglaubten Ende taugt die Fortsetzung des
»israelisch-palästinensischen Friedensprozess« allenfalls zur
Tragikkomödie. Schon das Setting mit dem Titel »Zweistaatenlösung«
ist unrealistischer als in jedem Horrorfilm: Platz für einen
palästinensischen Staat ist in Palästina längst nicht mehr. Täglich
stampfen Bulldozer Betonbauten in den enteigneten Sand, werden mehr
Dörfer durch Mauern und Siedlerstraßen von einander abgetrennt. Auch
die Hauptdarsteller könnten keine größere Fehlbesetzung sein. Auf der
einen Seite: eine korrupte, undemokratische Clique, die dazu
geschaffen wurde, ihrem vermeintlichen Widersacher die Unterdrückung
der eigenen Bevölkerung abzunehmen und dafür den beschönigenden Titel
»Autonomiebehörde« tragen darf. Auf der anderen Seite: eine
erzreaktionäre Regierung, die mit Worten und Taten alles dafür tut,
auch dem letzten 90er-Friedensnostalgiker den Kitsch aus der Birne zu
treiben. Unterdessen bemüht sich Produzent und US-Außenminister John
Kerry erfolgreich mit Slogans über »Mut« und »Fortschritte« um
zumindest etwas PR in der westlichen Zielgruppe. Insofern eignet sich
der Vergleich von »Friedensprozess« und Diana doch besser als der mit
Zombies: Vom Fortleben der Prinzessin sind schließlich auch noch
einige überzeugt.
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Datum: 21.07.2013 - 18:02 Uhr
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