Wiesenthal-Zentrum: "Massenmord nicht verstecken"
ID: 914608
Efraim Zuroff, Leiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, im Interview der Deutschen Welle
Das Wiesenthal-Zentrum hatte am Dienstag in deutschen Großstädten eine Kampagne zur Suche nach den letzten noch lebenden NS-Verbrechern gestartet. Kritik daran wies Zuroff zurück: "Es ist die Belohnung, die die Geschichte macht. Wenn ich zu einer Pressekonferenz einladen würde, um an den guten Willen Deutschlands zu appellieren und um Hilfe zu bitten, würde niemand kommen. Wir müssen uns auf die Anziehungskraft einer Belohnung verlassen. Aber einige der besten Informationen haben wir über die Jahre von Leuten bekommen, die kein Geld wollten." Der Historiker Michael Wolffsohn hatte die Belohnung kritisiert und als "Kopfgeld" bezeichnet.
Für Efraim Zuroff bleibt die Verfolgung von Naziverbrechern nach wie vor sinnvoll und wichtig, auch wenn Betroffene 68 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hochbetagt sind. Die Zeit relativiere in keiner Weise die Schuld der Mörder. Sie verantwortlich machen zu können bedeute in jedem Einzelfall nicht nur einen Sieg der Justiz, sondern auch einen Erfolg für die Gesellschaft. Zuroff: "Das sendet ein machtvolles Signal im Kampf gegen die Leugnung des Holocaust."
Zuroff fügte hinzu: "Ich habe niemals einen Naziverbrecher getroffen, der Bedauern oder Reue zeigte. Wenn überhaupt, dann genau das Gegenteil. Ich habe Leute getroffen, die stolz auf das waren, was sie getan haben."
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 23.07.2013 - 17:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 914608
Anzahl Zeichen: 2234
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Medien und Unterhaltung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 287 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wiesenthal-Zentrum: "Massenmord nicht verstecken""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Welle (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Auch nach der Sperrung aller VPN-Verbindungen können Nutzer in China die "Große Firewall" umgehen. Möglich macht dies eine App der DW - und die kürzlich geschlossene Kooperation mit der Organisation "Greatfire". VPN-Tunnel galten in China bisher als letzte Möglichke
Ukraine: DW eröffnet Korrespondentenbüro in Kiew ...
Die Deutsche Welle hat am Montag, 26. Januar, ein Korrespondentenbüro in Kiew, Ukraine, eröffnet. Der deutsche Auslandssender verstärkt damit die Berichterstattung aus und über Mittel- und Osteuropa. "Das DW-Büro in Kiew wird eine zusätzliche Brücke zwischen Deutschland und der
Saudi-Arabien: Ehefrau von Raif Badawi appelliert an deutsche Politiker ...
Die Ehefrau des islam-kritischen Bloggers Raif Badawi, Ensaf Haidar, hat an deutsche Politiker appelliert, sich für die Freilassung ihres Mannes einzusetzen. Bei einer TV-Talksendung der Deutschen Welle in Berlin sagte Haidar am Dienstagabend: "Ich hoffe, dass die deutsche Politik mich nicht
Weitere Mitteilungen von Deutsche Welle
Angenehmes Design auf regionale-auskunft-com ...
Dies hat auch die Firma Sabyrem St Company SRL erkannt und stellt daher die Nutzung der Homepage www.regionale-auskunft.com zur Verfügung. Auf der Homepage wird einmal der kostenlose Standardeintrag und einmal der kostenpflichtige Premiumeintrag angeboten. Der Premiumeintrag kann im Gegensatz zum S
Vertrauen in Aufklärung der NSU-Morde gering ...
Zwei Drittel der in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken gehen nicht davon aus, dass die NSU-Morde lückenlos aufgeklärt werden. Das ergab eine repräsentative Studie des Institut für angewandte Zukunfts- und Organisationsforschung "Futureorg" in Dortmund. Einer der Autoren, der
Premiumeintrag bietet mehr Möglichkeiten als der Standardeintrag ...
Der Standardeintrag enthält die Basisdaten, wie Firmennamen, Adresse, E-Mail Adresse, Homepage, Telefonnummer und Faxnummer. Der kostenpflichtige Premiumeintrag auf www.branchen-local.com bietet eine Reihe mehrerer Funktionen. Dies ermöglicht den Unternehmen, ihren Eintrag effektiv auszubauen und
Pierre Bergé plant Museum für seinen verstobenen Lebensgefährten Yves Saint Laurent ...
Für den 2008 verstorbenen Modedesigner Yves Saint Laurent war sein zweites Zuhause in Marrakesch eine besonders wichtige Inspirationsquelle. Das berichtet sein langjähriger Lebensgefährte Pierre Bergé im Interview mit der aktuellen WELTKUNST: "Yves selbst hat immer gesagt: 'In Marok




