Neue OZ: Neue OZ-Interview mit Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
ID: 914694
einheitliches Veranstaltungsrecht
Präsident Unger: Lehren gezogen - "Mehrheit der
Großveranstaltungen verläuft sicher und gut"
Osnabrück.- Anlässlich des Jahrestages der Loveparade-Katastrophe
in Duisburg hat sich der Präsident des Bundesamtes für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, für
ein bundesweit einheitliches Veranstaltungsrecht ausgesprochen. In
einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte
Unger, bislang treffe leider jedes Bundesland seine eigenen
Regelungen. Ein entsprechendes Bundesrecht wäre "sicherlich für eine
Vereinheitlichung und Harmonisierung der Konzepte hilfreich". Aus dem
Unglück in der Ruhrmetropole mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten
seien Lehren gezogen worden, erklärte Unger. "Vermutlich würde eine
so hohe Anzahl von Besuchern in solche geografischen Örtlichkeiten
nicht mehr hineingelassen, beziehungsweise es würden keine
Engpassstellen zugelassen werden, die von beiden Seiten zu passieren
wären." Der BBK-Präsident betonte, dass es auch auf die Verantwortung
jeden Einzelnen ankomme. Zudem gebe es bei Großveranstaltung niemals
eine hundertprozentige Sicherheit. Es gelte, sich von
Bedrohungsszenarien nicht abschrecken zu lassen. Ansonsten "hätten
wir eine Gesellschaft, in der nichts mehr stattfände, was Spaß
macht". Unger betonte: "In Deutschland finden in den letzten zehn,
zwanzig Jahren mit steigender Tendenz Großveranstaltungen statt. Die
absolute Mehrheit dieser Events verläuft sicher und gut."
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Datum: 24.07.2013 - 05:30 Uhr
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