Trotz Frühjahrsbelebung: Zeit der Negativ-Rekorde am Arbeitsmarkt hat begonnen
ID: 92577
Trotz Frühjahrsbelebung: Zeit der Negativ-Rekorde am Arbeitsmarkt hat begonnen
"Rechnet man zur offiziell verkündeten Arbeitslosenzahl von 3,458 Millionen noch die 1,1 Million Kurzarbeiter sowie die zum 1. Januar 2009 aus den Statistik heraus gefallenen rund 200.000 von privaten Vermittlern und Trägern betreuten Erwerbslosen hinzu, dann sind es bereits 4,758 Millionen, die de facto keine Arbeit haben. Hinzu kommen noch jene, die durch statistische Veränderungen infolge der Hartz-Gesetze seit längerem nicht mehr als arbeitslos erfasst werden. Doch auch diese Tricks werden auf Dauer nicht reichen, um die offiziellen Arbeitslosenzahlen niedrig zu halten. So erwartet die Bundesregierung, wie sie in Ihrer Antwort auf eine schriftliche Frage von mir mitteilt, für das Jahr 2010 4,618 Millionen offizielle Erwerbslose.
Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben sich gerade die Chancen Langzeitarbeitsloser auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt extrem verschlechtert. Nicht umsonst musste die Bundesregierung im zweiten Nachtragshaushalt allein für das Arbeitslosengeld II und die Unterkunftskosten von Hartz IV-Empfängern 1,6 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Ein weiterer Negativ-Rekord sind die 650.000 Alleinerziehenden, die auf Hartz IV angewiesen sind, darunter 95 Prozent Frauen.
Wir haben heute eine arbeitsmarktpolitische Situation, die der ähnelt, die 2002 zum Anlass für die Hartz-Reformen genommen wurde. Der Arbeitsmarkt ist heute genauso krisenanfällig wie damals. Hier offenbart sich die katastrophale beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische Bilanz der letzten drei Bundesregierungen.
Obwohl sich die Kurzarbeit zunehmend als stumpfes Schwert im Kampf gegen die Arbeitsmarktkrise erweist, lehnen Regierungsfraktionen und FDP Alternativen, wie die von der LINKEN vorgeschlagene Einrichtung einer halben Million öffentlich geförderter Jobs, insbesondere für Langzeitarbeitslose, kategorisch ab."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.05.2009 - 13:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 92577
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 418 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Trotz Frühjahrsbelebung: Zeit der Negativ-Rekorde am Arbeitsmarkt hat begonnen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Umfrage: Effiziente Meetings in Deutschland? Fehlanzeige! ...
Eine Umfrage von Hamelin Paperbrands zeigt auf, dass Meetings oftmals nicht den Mehrwert bringen, den sich die Teilnehmer davon erwarten. Das Unternehmen befragte Manager in Deutschland zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen bezüglich der Meetingkultur in Deutschland. Rund 40% sehen Meetings als
Baustoffindustrie: 4,5 % mehr Geld für Beschäftigte der Steine-Erden-Industrie Hessen ...
% mehr Geld für Beschäftigte der Steine-Erden-Industrie Hessen Frankfurt am Main. Rückwirkend zum 1. April 2009 bekommen die rund 7000 Arbeitnehmer der Steine-Erden-Industrie in Hessen 2,25 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Ab 1. April 2010 werden die Entgelte nochmals um 2,25 Prozent erhöht. Bei e
BitDefender weiterhin auf Expansionskurs ...
Holzwickede, 28. Mai 2009 ? Die BitDefender GmbH weist entgegen der anhaltenden Wirtschaftkrise ein solides Wachstum aus. So konnte das Unternehmen seinen Umsatz im ersten Quartal 2009 um 10 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode steigern und liegt damit im Plan. Über den Erwartunge
Intersolar-Award für Frischwasserspeicher ?Expresso? von Paradigma ...
Freiburg, 28. Mai: Der im Herbst 2008 eingeführte Frischwasserspeicher "Expresso" des Baden-Württemberger Unternehmens Paradigma erhält die Auszeichnung "Intersolar AWARD" für wegweisende Technologien in der Kategorie "Solarthermie". Die Auszeichnung erhalten Produk




