Märkische Oderzeitung: Agenturmeldung der Märkischen Oderzeitung Frankfurt (Oder)

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ID: 927659
(ots) - Die Enquetekommission wird stellt morgen
eine neue Kreisstruktur in Brandenburg vor. Wie die neuen grenzen
aussehen und wie teuer die Reform wird, schreibt die Märkische
Oderzeitung in ihrer morgigen Ausgabe.

Potsdam. Die geplante Kreisreform wird mehr als eine halbe
Milliarde Euro kosten. Das berichtet die Märkische Oderzeitung in
ihrer morgigen Ausgabe. Zu dem Schluss kommt Professor Ihno Gebhardt
in einem Bericht für die Enquetekommission. Der Jurist an der
Fachhochschule der Polizei schätzt ein, dass für eine Reform
verschuldete Kommunen und Kreise eine Unterstützung von insgesamt 475
Millionen Euro erhalten müssen. Nur mit diesem Geld könne ein
Neustart ermöglicht werden, sagt Gebhardt. Zudem müssten seiner
Ansicht nach - ähnlich wie in Sachsen - die neuen Landkreise eine
Anschubfinanzierung erhalten.

In der kommenden Legislaturperiode sollen aus derzeit 14 Kreisen
und vier kreisfreien Städten acht bis elf neue Verwaltungseinheiten
entstehen. Soweit herrscht weitgehende Einigkeit in der zuständigen
Enquetekommission des Landes. Bislang wurde dabei vor allen die
Zusammenlegung bestehender Kreise diskutiert. Jurist Gebhardt hat
noch andere Pläne. Er empfiehlt dem Gremium in anderen Grenzen zu
denken. In einem 32-seitigen Papier plädiert er für die Bildung eines
Nordwestkreises und eines Lausitzkreises. Ersterer würde die jetzige
Prignitz mit Wittstock plus Heiligengrabe, Kyritz-Wusterhausen
(bislang Oberhavel) und dem gesamten Havelland verbinden. Auf diese
Weise wäre der strukturschwache äußerste Nordwesten mit dem stärkeren
Berliner Umland verbunden. Außerdem befände sich die
Elbe-Havelregion, die bei Hochwassern zusammen agieren muss in einem
Kreis organisiert. Der Rest von Oberhavel, (Neuruppin, Temnitz,
Fehrbellin und Lindow (Mark) würden mit Oberhavel einen neuen Kreis


bilden.

Für den Süden des Landes Brandenburg schlägt Gebhardt drei
Varianten vor. So sollte geprüft werden, ob Elbe-Elster,
Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der einstige Kreis Lübben
(heute der Süden von Dahme-Spreewald) mit Cottbus vereint werden
könnten. Mit mehr als 400 000 Einwohnern entstände so ein besonderes
Gewicht im Süden. +++



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Datum: 15.08.2013 - 18:37 Uhr
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