Westfalenpost: Manches relativiert sich
Von Lorenz Redicker
ID: 928319
pauschal darf man das auch nicht sagen: Die Einnahmen der Ärzte sind
kräftig gestiegen. Denn "die Ärzte" gibt es doch eigentlich nicht.
Eigentlich. Tatsächlich aber sagt die Statistik, dass so gut wie alle
Arztgruppen profitiert haben. In den aktuellen Honorarverhandlungen
ist das vor allem für die Kassen eine gute Nachricht.
Richtig ist: Die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe liegen
am unteren Ende der Einkommensskala. Und der Hausarzt auf dem Land
verdient mit seiner Praxis meist weniger als der Kollege in gut
situierter Lage in der Stadt, weil ihm die Privatpatienten fehlen.
Mit einem Radiologen kann er finanziell schon gar nicht mithalten.
Bedenkt man, dass der Arbeitstag eines Landarztes häufig erst nach 12
Stunden endet, dass er eine lange Ausbildungszeit hinter sich hat und
viel Verantwortung trägt, relativiert sich das hohe Einkommen.
Dennoch ist eine Mehrheit der niedergelassenen Mediziner mit ihrem
Verdienst zufrieden. Das mag angesichts der vielen Klagen ob zu
niedriger Honorare überraschen - sogar die Ärzte selbst. Das ewige
Lamento jedenfalls dürfte ein Grund (neben vielen anderen, besseren)
sein, warum sich immer weniger Mediziner niederlassen wollen.
Vielleicht wäre es an der Zeit für die Ärztevertreter, ihr
Wehgeschrei etwas herunterzufahren.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.08.2013 - 22:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 928319
Anzahl Zeichen: 1616
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 241 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Manches relativiert sich
Von Lorenz Redicker"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalenpost: Zum Kindeswohl gehört die Schulpflicht Von Monika Willer ...
Man kann am deutschen Schulsystem ja viel kritisieren. Aber es ermöglicht jedem Kind einen kostenlosen Zugang zu Bildung - egal ob die Eltern in Deutschland geboren wurden oder aus einem anderen Land eingewandert sind. Diese Chance ist als Schulpflicht gesetzlich verankert. Das Gesetz ist keine
Weser-Kurier:Über die Ärztehonorare schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 17. August 2013: ...
Seit Mitte der Woche verhandeln die Ärzte wieder mit Krankenkassen über die Honorare. Die kassenärztliche Bundesvereinigung begleitet die Verhandlungen mit einer Imagekampagne. "Wir reden über Geld, denn an Gesundheit spart man nicht", heißt es etwa auf Plakaten in Praxen. Und die
Schwäbische Zeitung: Leitartikel - Honorarsystem reformieren ...
Wo gibt es denn sowas: Im Schnitt 17 Prozent mehr Einkommen innerhalb von vier Jahren. Wer würde nicht neidisch, wenn er diese Zahlen hört. Jammern und Schimpfen hat sich für die Ärzte ausgezahlt, könnte man meinen. Doch Vorsicht: Allein die Formulierung "die Ärzte" führt aufs G
Rheinische Post: Merkels Sedativum ...
Nur noch eine kurze Weile, dann wird gewählt. Deshalb ist mehr denn je zu bedenken, was der alte Bismarck von sich gab: Nirgends werde mehr gelogen als während des Krieges, nach der Jagd und - vor der Wahl. Manchmal kommen die Wahlkämpfer der Wahrheit auch nah, etwa wenn die Kanzlerin und CDU-




