LVZ: Trotz steigender Mieten: Immer weniger Wohngeld für immer weniger Haushalte / Mieterbund will Energiekomponente und dynamisierte Leistung
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einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Sonnabend-Ausgabe), die
Zahl der Wohngeldberechtigten und nehmen die staatlichen Leistungen
für das Wohngeld dramatisch ab. Unter Verweis auf die offizielle
Wohngeldstatistik bestätigte das Bundesbauministerium jetzt einen
Rückgang der Wohngeldzahlungen durch Bund und Länder für 2012, im
Vergleich zum Vorjahr, um 307,3 Millionen Euro auf insgesamt 1,183
Milliarden Euro. Die Zahl der Empfängerhaushalte von Wohngeld ging
zwischen 2010 und 2011 um 158 617 auf lediglich noch 902 870
Haushalte zurück. Aktuellere Zahlen liegen den Ministerium noch nicht
vor. Als Grund gelten der durch die schwarz-gelbe Regierung
gestrichene Heizkostenzuschuss und seit 2009 nicht mehr angepassten
Tabellenwerte. Der deutsche Mieterbund rief gegenüber der Zeitung die
Regierung zum sofortigen Handeln auf. Mieterbund-Generaldirektor
Lukas Siebenkotten, sagte der Leipziger Volkszeitung: "In das
Wohngeld muss rasch eine umfassende Energiekomponente neu aufgenommen
werden." Diese dürfe nicht mehr nur wie früher die Heizkosten
umfassen, sondern müsse auch die teils dramatisch gestiegenen
Strompreise ausgleichen. "Außerdem muss das Wohngeld dynamisiert
werden." Der Mieterbund verlangt zudem einen automatisch wirkenden
Steigerungsindex, "so dass sich der Bürger darauf verlassen kann,
sich bezahlbares Wohnen auch weiterhin leisten zu können". Der
Rückgang der staatlichen Aufwendungen für Wohngeld sei ein Zeichen
dafür, "welch katastrophalen Fehler die amtierende Bundesregierung
mit dem Wegfall des Heizkostenzuschusses begangen hat". Eigentlich
müssten, bei steigenden Mieten, die Aufwendungen für das Wohngeld
raufgehen und nicht sinken, meinte Siebenkotten. Caren Lay,
stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, verlangte "eine
sofortige Erhöhung des Wohngeldes um mindestens zehn Prozent und eine
Wiedereinführung des Heizkostenzuschusses." Die Wohnkosten rissen vor
allem für ärmere Haushalte immer größere Löcher ins Budget. Es sei
"ein Skandal, dass den Bedürftigen Wohngeld vorenthalten wird, nur um
staatliche Ausgaben zu senken".
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Datum: 17.08.2013 - 06:00 Uhr
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