Neue OZ: Kommentar zu Facebook
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Fotos vom Nachwuchs in peinlich-niedlichen Posen wurden auch
früher schon stolz weitergereicht und führten nicht selten zu
Gekicher an Omas Kaffeetafel. Doch dann verstaubten die Bilder
glücklicherweise in Fotoalben. Heute jedoch besteht die Gefahr, dass
mobbende Schulkameraden sich der irgendwann einmal in Umlauf
gebrachten Babyfotos bedienen, um ihre Mitschüler zu verspotten.
Oder, schlimmer noch, dass Netzwerke gezielt nach Fotos durchsucht
werden, die auf viele Menschen harmlos, auf Pädophile aber
stimulierend wirken. Nicht zu vergessen: Alles, was bei Facebook
gepostet wird, gehört auf ewig dem US-Konzern.
Statt also der Freude über das eigene Kind blind nachzugeben,
lieber erst einmal genau nachdenken: Ist es wirklich im Sinne des
Kindes, dieses Bild zu posten? Zum Elternsein gehört unbedingt, sein
Kind zu schützen. Das heißt natürlich nicht, es ohne Computer und Co.
aufwachsen zu lassen.
Aber es bedeutet, ihm einen verantwortungsvollen Umgang mit
digitalen Daten beizubringen. Und wie ginge das besser als durch das
eigene Verhalten? Deshalb: Erst denken, dann posten.
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Datum: 18.08.2013 - 22:00 Uhr
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