Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Hilfen für Griechenland
Wir geben nichts
HANNES KOCH, BERLIN
ID: 931275
mit der Eurokrise machen. Obwohl ja die Bundesregierung jetzt einen
öffentlichen Sinneswandel vollzieht. Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble räumt ein, dass Griechenland sogar in einigen Jahren noch
finanzielle Hilfe braucht. Vermutlich muss Deutschland bald mehr
zahlen als bisher. Warum ist das so? Die griechische Wirtschaft
schrumpft weiter, wenn auch nicht mehr so schnell wie 2012. Ein
milliardengroßes Defizit klafft im Athener Staatshaushalt. Auch in
den kommenden Jahren kann das Mittelmeerland ökonomisch und
finanzpolitisch wohl nicht ohne Hilfe überleben. Deswegen gibt es
zwei Möglichkeiten: Entweder muss man einen Teil der griechischen
Auslandsschulden annullieren oder das Defizit im Staatshaushalt mit
Zuschüssen von außen decken. Weil bei der ersten Variante auch die
Europäische Zentralbank betroffen wäre, die griechische Schuldscheine
besitzt, plädiert Finanzminister Schäuble jetzt offenbar für den
zweiten Weg. Beschritte man diesen, würden aus dem Bundeshaushalt
oder aus europäischen Töpfen einige Milliarden Euro mehr nach Athen
fließen. Weil Deutschland dank seiner Wirtschaftskraft rund ein
Viertel der Lasten trüge, läge der hiesige Anteil jährlich bei etwa
2,5 Milliarden des knapp zehn Milliarden Euro betragenden
griechischen Defizits. Und trotzdem bleibt richtig: Wir geben nichts.
Denn die hiesigen Finanzminister und Unternehmen sparen Mittel von 17
Milliarden Euro pro Jahr, weil infolge der Eurokrise die Zinsen für
Deutschland historisch niedrig liegen. Alleine Schäuble wendet
nächstes Jahr elf Milliarden Euro weniger für den Schuldendienst auf
als 2008, da die internationalen Investoren ihr Geld Deutschland
quasi schenken. So kann man den Griechen ruhig etwas zurückerstatten,
ohne in die roten Zahlen zu rutschen.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.08.2013 - 19:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 931275
Anzahl Zeichen: 2155
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 168 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Hilfen für Griechenland
Wir geben nichts
HANNES KOCH, BERLIN"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Verdi-Chef sieht Angriff auf alle Bereiche des Sozialstaats ...
Bielefeld. Der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, warnt davor, Reformen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. "Es gibt gerade einen Angriff auf praktisch alle Bereiche des Sozialstaats - auf Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung
Feiertags-Diskussion: Verdi-Chef Werneke sieht "gezielte Provokation" ...
Bielefeld. In der Debatte um die Abschaffung von Feiertagen in Deutschland hat der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, "maximalen Widerstand" angekündigt. Im Interview mit der Tageszeitung "Neue Westfälische" (Bielefeld) sagt Werneke: "I
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Freilassung von Mubarak Aus der Traum BERNHARD HÄNEL ...
Der demokratisch gewählte Präsident Mohammed Mursi ist in Haft. Der gestürzte Alleinherrscher Husni Mubarak aber ist ein kranker, nun unter Arrest stehender freier Mann. Damit ist auch die zweite Revolution in Ägypten gescheitert. Mehr noch. Auch der Chef der Muslimbrüder wurde verhaftet. D
Frankfurter Rundschau: Kommentar der Frankfurter Rundschau zum Abschlussbericht des NSU-Ausschusses ...
"Der NSU-Ausschuss hat es vermieden, den Behörden rassistisches Denken vorzuhalten. Er hat es vermieden, obwohl der Rassismus als Fahndungsinstrument bei der Nicht-Aufklärung der 13 NSU-Morde so offenkundig, intensiv und nachhaltig zum Einsatz kam, dass ihn nur übersehen kann, wer ihn
Stuttgarter Zeitung: Gutachten zum EnBW-Deal verzögert sich ...
Im Ermittlungsverfahren gegen Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) wegen des EnBW-Deals kommt es zu einer Verzögerung. Ein von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenes Gutachten zum Wert des Stromkonzerns beim Rückkauf im Dezember 2010 wird nun erst Ende September e
Voßhoff: Justizminister Schöneburg muss Straf-vollzug besser kontrollieren ...
Der wegen Volksverhetzung zu langjähriger Haft verurteilte Rechtsextremist Horst Mahler hat in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg ein neonazistisches Pamphlet verfasst und im Internet veröffentlicht. Im Rechtsausschuss des Landtags Brandenburg musste deshalb Landesjustizminister Volkmar Sc




