Neue OZ: Kommentar zu Agrar / Lebensmittel
ID: 931330
Die deutschen Bauern haben eine bessere Getreideernte eingefahren
als zunächst vielfach angenommen. Auch in anderen Teilen der Welt,
etwa der Schwarzmeer-Region der Ukraine, werden beste Ernten
eingefahren.
Über Preissprünge beim Bäcker müssen sich die Verbraucher in
diesem Jahr also nicht allzu viele Gedanken machen. Die hohe
Getreidemenge auf dem Weltmarkt dürften auch die meisten Landwirte in
den veredlungsstarken Gebieten im Westen Niedersachsens zumindest mit
einem lachenden Auge sehen. Sie verdienen mit ihrem Getreide deutlich
weniger als im Vorjahr, doch werden sie in der Folge von sinkenden
Futtermittelpreisen profitieren. Das bessert die Margen im Stall auf.
Anders sieht es im Stärkekartoffelanbau aus, der im Emsland und
der Grafschaft Bentheim den Löwenanteil der Kartoffelfelder ausmacht.
Trotz der noch bevorstehenden Ernte ist schon jetzt klar: Der Ertrag
ist im Keller. Während die Speisekartoffelanbauer den Minderertrag
über bessere Preise kompensieren können, wird es für die
Stärkekartoffel aber kaum mehr Geld geben. Hier gelten Verträge mit
den Abnehmern, und die müssen erfüllt werden.
Damit stehen die Stärkekartoffelanbauer auf der Schattenseite
dieser Erntesaison, in die aber ansonsten viel Licht fällt.
Hermann Hinrichs
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Datum: 22.08.2013 - 22:00 Uhr
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