Palmöl treibt Waldzerstörung in Indonesien voran

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Palmöl treibt Waldzerstörung in Indonesien voran



(pressrelations) -
RSPO-Mitglieder noch immer auf dem falschen Weg

Jakarta / Berlin, 3. September 2013 - Treibender Faktor bei der Waldzerstörung in Indonesien bleibt die Palmölindustrie. Eine neue Greenpeace-Analyse zeigt, dass knapp ein Viertel der verlorenen Waldfläche auf das Konto dieser Branche geht.

Demnach fand ein beträchtlicher Anteil der Entwaldung ausgerechnet auf Konzessionen statt, die den Mitgliedern des zentralen Nachhaltigkeitsbündnisses der Palmölbranche gehören - dem "Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl" (Roundtable on Sustainable Palm Oil / RSPO). In der ersten Jahreshälfte wurde auch in den deutschen Medien mehrfach über die verheerenden Waldbrände in Indonesien berichtet. Etwa 39 Prozent der Brandherde, die zwischen Januar und Juni in der Provinz Riau auf Sumatra wüteten, befanden sich dabei auf Konzessionen von RSPO-Mitgliedern, wie zum Beispiel Wilmar International. Ursache der Feuer waren vielfach Brandrodungen in Wäldern und Torfmooren, um Platz für Ölplantagen zu schaffen. Zur Greenpeace-Analyse (englisch)

"Obwohl der RSPO für mehr Nachhaltigkeit in der Palmölbranche sorgen soll, sind seine aktuellen Standards so schwach, dass die Mitglieder ohne Weiteres weiter schützenswerte Wälder zerstören und Moorwälder trockenlegen dürfen. Jahr für Jahr richten die Waldbrände und der damit verbundene Rauch verheerende Schäden in der Region an - die Schuld trägt vor allem die Palmölindustrie. Die RSPO-Mitglieder haben meist keine besonderen Feuerschutzrichtlinien und die Torfwälder, die sie trockenlegen, sind das reinste Pulverfass - ein Funke genügt, und die Feuer springen auf die ganze Region über", sagt Jerome Frignet, Greenpeace-Waldexperte.

Seit Juni hat Greenpeace über 250 Firmen aufgefordert, offenzulegen, wie sie gewährleisten, dass ihre Lieferkette kein Palmöl aus Waldzerstörung enthält. Unter den bisher eingetroffenen Antworten beziehen sich fast alle Unternehmen bei ihren Nachhaltigskeitszielen allein auf den RSPO. Die heute veröffentlichte Greenpeace-Analyse zeigt jedoch, dass die RSPO-Standards dazu nicht ausreichen.



"Palmöl steckt in zahlreichen Produkten im Supermarktregal - sei es Waschpulver, Duschgel oder Lippenstift. Es kann nicht sein, dass sich die Hersteller rein auf den RSPO verlassen, um die Verbindung ihrer Produkte zu Waldzerstörung auszuschließen", sagt Jerome Frignet.

Eine besondere Rolle spielen Palmöl-Händler wie Wilmar, ebenfalls Mitglied des Runden Tisches. Das Unternehmen aus Singapur kontrolliert maßgeblich den Handel mit Palmöl aus Indonesien. In den Wilmar-Raffinerien wird willkürlich Palmöl aus verantwortungsvollen Quellen mit Palmöl vermischt, das mit Zerstörung von Wald, Torfmooren und Lebensraum von Wildtieren verbunden ist.

"Die einzige Lösung besteht für Palmöl-Hersteller und Verbraucher darin, mehr zu tun als die RSPO-Standards vorschreiben - einige Mitglieder gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Wir verlangen, dass Produkthersteller wissen, wo ihr Palmöl genau herkommt, und dass sie ihren Käufern weltweit garantieren können, dass es nicht aus Urwaldzerstörung stammt", sagt Frignet. Laut den offiziellen Kartierungsdaten des Waldministeriums hat Indonesien zwischen 2009 und 2011 1,24 Millionen Hektar Wald verloren - das sind im Schnitt 620.000 Hektar pro Jahr.


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