3. Branchenbericht "Arbeitsmarkt im Bausektor" vorgelegt: Entwicklung beim Bauingenieurnachwuchs weiter positiv - Stabile Beschäftigungslage, aber Überalterung bereitet zunehmend Probleme
ID: 939039
Fachkräften vor erheblichen demografischen Problemen steht, zeichnet
sich beim Bauingenieurnachwuchs eine Entspannung der Lage ab. Der
Branchenbericht "Der Arbeitsmarkt im Bausektor", den der Hauptverband
gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
(IAB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) bereits zum dritten Mal
erstellt hat, weist für 2011 mit 17.500 Studienanfängern im
Bauingenieurwesen einen neuen Höchststand aus. Damit hat das
Bauingenieurwesen im Vergleich aller Studiengänge die stärksten
Zuwachsraten zwischen 2006 und 2011 zu verzeichnen. "Hier zeigt sich,
dass der Bau als Arbeitgeber nach wie vor attraktiv ist. Das Schaffen
bleibender Werte zieht auch bei der Generation Facebook",
kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der
Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, die Entwicklung.
Diese Entwicklung schlägt sich laut Branchenbericht mittlerweile
auch in den Absolventenzahlen nieder. Nach einem Tiefpunkt mit 4.800
Absolventen im Jahr 2008 ging es stetig bergauf. 2011 verließen
bereits 6.000 Absolventen mit einem erfolgreich abgeschlossenen
Bauingenieurstudium die Hochschulen. 43 Prozent schlossen ihr Studium
mit einem Bachelorabschluss ab. Laut Absolventenbefragungen planen
jedoch viele Bachelorabsolventen einen unmittelbaren Anschluss des
Masterstudiums. Somit stehen noch nicht alle Absolventen unmittelbar
dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Allerdings liegt die Abbruchquote im
Studienfach Bauingenieurwesen überwiegend über dem Durchschnitt aller
Studiengänge. Knipper: "Wir sehen hier die Schulen in der Pflicht,
die Jugendlichen besser auf ein naturwissenschaftlich-technisches
Studium vorzubereiten. Insbesondere die sogenannten MINT-Fächer, also
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, müssen wieder
einen höheren Stellenwert bekommen".
Im gewerblichen Bereich hat sich zwar laut Branchenbericht die
Situation seit 2005 bei 1,7 Millionen Beschäftigten in Bauberufen
stabilisiert, aber 2011 waren bereits über die Hälfte der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über 40 Jahre alt, ein
Viertel der Beschäftigten gar über 50. Gleichzeitig sind allein in
Westdeutschland 2012 insgesamt 14.000 Fachkräfte in Rente gegangen
und deutschlandweit nur 12.000 Auszubildende nachgerückt. Das waren
rund 1,7 Prozent weniger als noch im Vorjahr. "Der Rückgang der neu
geschlossenen Ausbildungsverträge macht deutlich, dass es für die
Unternehmen oftmals schwierig ist, geeignete Jugendliche für die
Ausbildung zu gewinnen. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung
und die abnehmenden Schulabgängerzahlen wird sich dieses Problem in
Zukunft noch verschärfen", so Knippers Einschätzung. "Aber wir setzen
dem Trend ein attraktives Ausbildungssystem mit vielen Möglichkeiten
der Aus- und Weiterbildung und einer guten Bezahlung entgegen.
Darüber hinaus wollen wir in Zukunft auch Jugendlichen eine Chance
geben, die - aus welchen Gründen auch immer - ohne Schulabschluss
geblieben sind oder als nicht ausbildungsreif gelten", erklärte
Knipper.
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Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
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Datum: 05.09.2013 - 11:15 Uhr
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