Der Denkfehler des AfD-Professors

Der Denkfehler des AfD-Professors

ID: 940047

Ein Kommentar von Edmund Pelikan



Edmund PelikanEdmund Pelikan

(firmenpresse) - Die Alternative für Deutschland ist im Aufwind. Es wird der Parteineugründung sechs Wochen vor der Wahl zugetraut, über die Fünfprozenthürde zu kommen. Der Parteisprecher Bernd Lucke argumentiert stark rational, wie es sein Beruf als Professor auch vermuten lässt. Und er hat einen entscheidenden Vorteil: Er ist mit seiner AfD der einzig übriggebliebene Eurogegner in der aktuellen politischen Landschaft.

Doch Lucke macht einen entscheidenden Fehler: Er argumentiert deutlich für eine Rückkehr zur D-Mark. Alternativlos bezeichnete die Kanzlerin früher den Pro-Euro Kurs. Und rational gibt es sicherlich Rechenmodelle und Statistiken, die beide Theorien stützen. Aber alle Wissenschaftler machen einen entscheidenden Fehler. Die Menschen handeln oft irrational. Das zeigt die relativ junge Wissenschaft der Verhaltensökonomie deutlich.

Bestes Beispiel hierfür ist die Patronatserklärung von Kanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Bundesfinanzminister und heutigen Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück: „Die Gelder der deutschen Sparer sind sicher!“ Es ist mittlerweile hinlänglich diskutiert worden, dass eine Kanzlerin und ein Finanzminister gar nicht legitimiert sind, ohne Parlament und ohne gesetzliche Legitimation eine solche Garantie auszusprechen. Ganz zu schweigen davon, dass der deutsche Staat die damals rund 1,7 Billionen Euro Spareinlagen rein faktisch nicht entschädigen könnte, wenn es zum Schwur käme. Diese irrationale und nicht umsetzbare Aussage der deutschen Regierungschefin verhinderte aber den Sturm der Bankkunden auf ihre Sparguthaben nach der Lehman-Pleite 2008 und damit den teilweisen Zusammenbruch des Finanzsystems in Deutschland. Warum? Weil die deutschen Sparer der Bundeskanzlerin glaubten. Das bedeutet, eine faktische Unwahrheit wurde zur experimentellen Wahrheit durch den Glauben der Menschen. Fassen Sie das einmal in eine mathematische Formel.

Genauso ist es mit dem Euro. Verschiedene Ökonomen sagen viel Gegensätzliches voraus. Was davon richtig ist, entscheidet erst die Realität. Und die ist geprägt durch diesen eben beschriebenen subjektiven Glauben der Wähler. Am besten ist es mit einer Ehe vergleichbar. Nachdem die heiße Phase der Verliebtheit abgeebbt ist, gilt es täglich um die Partnerschaft zu kämpfen. Oft erkennt man, dass der eine oder andere Fehler der Partner zu akzeptieren besser ist als einen harten Schnitt zu tun mit ungewisser Zukunft. Das wäre vielleicht der einfachere Weg, aber ob es der richtige ist, würde sich erst im Nachhinein herausstellen.



Ein zweites Beispiel ist der Kommunismus. Theoretisch mag dieser das Idealbild des Individuums sein, in der Realität hat er sich durch die Machtgier der Führenden und Korruption der Parteifürsten als ungerecht und oft diktatorisch erwiesen. Da ist mir die Demokratie mit all ihren Fehlern lieber!

Sicher ist, dass Bernd Lucke mit vielen Argumenten recht hat. Seine Schlussfolgerungen folgen aber dem Götzenbild des rationell Allwissenden. So schön es wäre, dass es so etwas gibt wie die eine einfache Wahrheit. Als kritischer Politik- und Marktbeobachter muss man sich selbst zugestehen, dass Wirtschaftspolitik längst in der reaktiven experimentellen Ökonomie angekommen ist. Und das ist der Denkfehler von Bernd Lucke.

Edmund Pelikan ist Wirtschaftspublizist (www.epk24.de und www.beteiligungsreport.de), Finanzpädagoge (www.stiftung-finanzbildung.de) sowie einfaches FDP-Mitglied


Dies ist eine Aussendung der epk media GmbH & Co. KG.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die epk media GmbH & Co. KG ist als Special-Interest-Verlag in den Bereichen Fachmagazine, Bücher und Onlinemedien tätig. Der seit über 10 Jahre erfolgreich agierende Verlag fokussiert sich dabei auf die Finanzmärkte der Sachwertanlagen sowie der nachhaltigen Geldanlagen. Flaggschiff sind die Fachmagazine BeteiligungsReport und „Anders Investieren“. Dabei sind die Zielgruppen Finanzdienstleister, Initiatoren, Vermögensverwalter, Banken und Steuerberater. Die Publikationsreihe „Anders Investieren“ spricht zusätzlich erfahrene Anleger, Stiftungen und semiinstitutionelle Investoren an.

Mit dem Newsportal www.beteiligungsreport.de und der im iTunes-Store verfügbaren kostenfreien iPad-App „epk KIOSK“ wird die Kommunikationsplattform im Onlinebereich ergänzt. Im Juli 2012 ist eine eBook–Reihe gestartet worden. Durch diesen breit gestreuten Crossmedia-Ansatz werden im Print- und Onlinebereich zehntausende finanzaffine Leser angesprochen.

Jedes Jahr vergibt die Zeitung BeteiligungsReport den Deutschen BeteiligungsPreis und das Magazin „Anders Investieren“ den European Sense Investing Award.



PresseKontakt / Agentur:

epk media GmbH & Co. KG
Altstadt 296
84028 Landshut
Telefon: +49 (0)871 430 633 0
Telefax: +49 (0)871 430 633 11
E-Mail: sekretariat(at)epk24.de
Internet:
www.epk24.de
www.beteiligungsreport.de



drucken  als PDF  Fischbach: Union steht für den Schutz von Ehe und Familie World Vision zeigt G20 Teilnehmern für Entwicklungs-Ausblick gelbe Karte
Bereitgestellt von Benutzer: epk-verlag
Datum: 06.09.2013 - 14:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 940047
Anzahl Zeichen: 3609

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Edmund Pelikan
Stadt:

84028 Landshut


Telefon: 0871 430 633-0

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 06.09.2013

Diese Pressemitteilung wurde bisher 258 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der Denkfehler des AfD-Professors"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

epk media GmbH & Co. KG (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Hattrick – M&L AG wird zum dritten Mal in Folge Berater des Jahres ® ...
Sichtlich stolz und bewegt nahmen die Vorstände Matthias Mauer und Jürgen Lessnich die Auszeichnung für den ersten Platz in der Größenklasse B (mit 11 bis 50 Mitarbeiter*innen) vor rund 1.100 Unternehmern und Entscheidern aus Politik und Gesellschaft in der Frankfurter Jahrhunderthalle entgegen

Antoinette Hiebeler-Hasner erhält Auszeichnung des Deutschen BeteiligungsPreises ...
Seit 2008 wird der Deutsche BeteiligungsPreis von dem Fachmagazin BeteiligungsReport vergeben und zeichnet besondere Leistungen bei Konzeption und Management in der Sachwertbranche aus. Der erste Sachwertfonds, der 2008 ausgezeichnet wurde, war der des damaligen Emittenten Sachsenfonds (heute Euramc

M&L Chef Matthias Mauer unterstützt Wettbewerbsjury „Jugend wirtschaftet!“ ...
Da auch die von den Lehrern gestellten Themen immer komplexer und aktueller werden und immer wieder auch die Anwendung von Digitalisierungsprozessen beschreiben, hat sich die Jury die Unterstützung eines Experten für Big Data gesichert: Matthias Mauer ist Chef der Frankfurter Unternehmensberatung


Weitere Mitteilungen von epk media GmbH & Co. KG


Fischbach: Union steht für den Schutz von Ehe und Familie ...
Mehrere SPD-geführte Länder haben eine Initiative des Bundesrates gegen die geltenden Steuervorteile für Ehepaare angekündigt. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Ingrid Fischbach: "Die Pläne von CDU und CSU, am Ehegattensplitt

Matthias W. Birkwald: Rentenungerechtigkeità la Dax beenden ...
"Die Top-Verdiener der Dax-Vorstände erhalten im Durchschnitt monatlich 37.500 Euro Ruhestandsbezüge, am Solidarsystem vorbei. Es ist höchste Zeit, alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, die Beitragsbemessungsgrenze aufzuheben, und die Rentenansprüche

Der Tagesspiegel: Innenminister Friedrich kritisiert EU-Datenschutzpläne ...
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die von der EU-Kommission geplante Datenschutz-Grundverordnung kritisiert und mehr Mitsprache gefordert. "Die Verordnung ist an vielen Stellen noch nicht rund und zu vage", sagte Friedrich dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel

Mehr Investitionen in die Qualität der Grundschulbildung! ...
Nzaikoni/Bonn, 06.09.2013. 250 Millionen Kinder weltweit verlassen die Grundschule ohne richtig Lesen, Schreiben oder Rechnen zu können. Das ist der alarmierende Befund des Weltberichts "Bildung für alle" der UNESCO. Gerade in ländlichen Gebieten fehlen Lehrmaterialien, gibt es zu wenig


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z