World Vision zeigt G20 Teilnehmern für Entwicklungs-Ausblick gelbe Karte

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World Vision zeigt G20 Teilnehmern für Entwicklungs-Ausblick gelbe Karte



(pressrelations) -
St. Petersburg, 6.9.2013. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision zieht die gelbe Karte für den Entwicklungs-Plan, der auf dem G20 Gipfel verabschiedet wurde. "Wir haben gesagt, dass wir drei Dinge in Bezug auf Entwicklungspolitik sehen möchten", so Tim Costello von World Vision und Vorsitzender der Zivilgesellschaft in Australien. "Wir möchten sehen, dass es konkrete Maßnahmen für Kinder gibt und konkrete Aktionen für die Bekämpfung von Verteilungsungleichheit. Außerdem erwarten wir mehr als bloße Absichtserklärungen - konkrete Aktionsvorhaben sollten ausgeführt werden."

Derzeit beurteilt die Organisation die Pläne als nicht ausreichend. In der Agenda ist das Wort "Kinder" nicht einmal erwähnt, als gäbe es die nächste Generation gar nicht. Sowohl in wirtschaftlicher und moralischer Hinsicht macht es Sinn, den Themen Gesundheit und Bildung starke Priorität zu geben. Die Wirtschaftsentwicklung eines Landes kann nur dann gesund sein, wenn sie auch gesunde Kinder hervorbringt. So zeigen Studien, dass eine Verbesserung der Überlebensquote bei Kindern unter fünf Jahren um 5% das Wirtschaftswachstum eines Landes im darauffolgenden Jahrzehnt um ca. 1% pro Jahr steigert. Investitionen in Kinder sind Investitionen in den nachhaltigen Wohlstand eines Landes!

World Vision beklagt auch, dass nicht konkret gesagt wird, wie Armut reduziert werden kann. "In dem Plan für Entwicklungspolitik steht zwar, dass die Bekämpfung von Armut einhergehen muss mit Maßnahmen für Wirtschaftswachstum", so Costello, "er nennt aber keine konkreten Maßnahmen, wie die zunehmende Verteilungsungerechtigkeit in Entwicklungsländern bekämpft werden kann." Wirtschaftswachstum allein kann Armut nicht auflösen, dafür sind die Ursachen zu komplex. Und hier bleibt das vorliegende Dokument zu schwach und unkonkret.

Im Entwicklungs-Plan wird viel von Aktionen geredet. World Vision begrüßt dies und erkennt an, dass es sicher großer Anstrengungen bedurfte, einheitliche Ziele zwischen 20 verschiedenen Ländern und Positionen auszuarbeiten. "Allerdings muss gewährleistet sein, dass es nicht nur bei Versprechen bleibt", so Costello. "Als Vorsitzender der australischen Zivilgesellschaft bin ich gern bereit, gemeinsam mit meinen Kollegen an einem konkreten Aktionsplan zu arbeiten."



Letztendlich ist es aber enttäuschend, dass die Entwicklungspläne der 19 stärksten Wirtschaftsmächte der Erde die Repräsentanten der zukünftigen Generationen - Kinder - mit keinem Wort erwähnen, oder in ihren Plänen berücksichtigen. Dies zeugt von einem eklatanten Mangel an Vision und bleibt in einem mittelfristigen Ausblick stecken.

Im nächsten Jahr findet der G20 Gipfel in Australien statt.


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